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Anlieferungswege übersät mit Baustellen

Eine von vier Anlagen geht in Betrieb Anlieferungswege übersät mit Baustellen

Die großen Einzelteile für die Windkraftanlagen  können nur über bestimmte Anfahrtswege geliefert werden. Wenn diese ausfallen, wird es zeitlich eng. Für drei Anlagen bei Hassenhausen hat das Auswirkungen.

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Diese Aufnahme der vier im Bau befindlichen Windräder entstand bereits im August. Nur ein Rad kann fertiggestellt zum Monatsende September seinen Dienst aufnehmen.

Quelle: Thorsten Richter

Hassenhausen. Die Abicon GmbH baut bekanntlich auf Flächen der Waldinteressenten Hassenhausen im Wald oberhalb des Ortes  vier Windräder. Diese sollten eigentlich bis zum Stichtag 30. September in Betrieb gehen. Nun wird es nur eines von vier sein, das diese Vorgabe halten kann.

Hintergrund

Zum 1. Oktober sinken die Fördersätze für Windkraftanlagen auf dem Festland. Die Bundesnetzagentur hatte­ im Mai bekannt gegeben, dass die Förderung um 2,4 Prozent gekürzt wird. Die Fördersätze werden immer quartalsweise angepasst. Maßgeblich für die Berechnung ist der Zubau von Windkraftanlagen. Bewegt sich dieser Zubau am gesetzlichen Ausbaupfad, ist eine geringe Absenkung der Vergütungssätze vorgesehen. Bei deutlicher Überschreitung kann die Vergütung auch deutlicher abgesenkt werden.

Die anderen drei, so Dr. Andreas Möller, ­Geschäftsführer der Firma Abicon aus Gilserberg, sollen nach Möglichkeit im Oktober fertig werden. Gerne hätte er auch sie bis zum 30. September am Start gehabt, weil mit dem Wechsel auf den Folgemonat eine Verringerung der Einspeisevergütung einhergeht (siehe Hintergrund). „Da war aber nichts mehr zu machen“, sagt Möller.

Als Grund für die Verzögerung nennt er Baustellen. Zu viele Baustellen auf Straßen, die für die Anlieferung der großen Einzelteile unerlässlich sind. Die längsten Teile, die per Schwertransport angeliefert werden, sind die 65,5 Meter langen Rotorflügel. „Wir haben alles versucht, neue Routen geplant, aber es kam immer wieder etwas dazwischen.“ Seit diesem Monat werden solche Transporte in Hessen nicht mehr von der Polizei begleitet. Das heißt, es müssen dazu auch noch Privatunternehmen engagiert werden. Finanziell ändert sich nicht viel, die Polizeieinsätze wurden auch in Rechnung gestellt, doch müsse jetzt mehr abgesprochen werden. Wenn dann Baustellen immer wieder einen Strich durch die Planungen machen wie zuletzt vermehrt, sei das sehr ärgerlich, so Möller. Dann müsse alles wieder neu abgesprochen werden.

von Götz Schaub

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