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Fronhausen wünscht mehr Zug-Halte

Nahverkehr Fronhausen wünscht mehr Zug-Halte

Der Bahnhof in Fronhausen/Lahn bietet gute Zuwege – auch für behinderte Mitmenschen – sowie gute Parkmöglichkeiten. Die Gemeinde findet, der Haltepunkt wird zu „stiefmütterlich“ behandelt.

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Der Fronhäuser Bahnhof verfügt über die notwendige Infrastruktur, um als benutzerfreundlich zu gelten, findet Fronhausens Bürgermeister Reinhold Weber. Er wünscht sich, dass dort künftig mehr Züge halten als bisher.

Quelle: Thorsten Richter

Fronhausen. Im Zuge der Stellungnahme der Gemeinde Fronhausen zur Fortschreibung des Nahverkehrsplanes für die Jahre 2012 bis 2016 führt Fronhausens Bürgermeister Reinhold Weber unter anderem aus, dass sich die Gemeinde wünscht, dass der Bahnhaltepunkt Fronhausen mehr Berücksichtigung findet.

Weber dazu: „Trotz des guten Ausbauzustandes mit behindertengerechten Zugängen zu beiden Gleisen sowie den guten Parkmöglichkeiten findet unser Bahnhof in Fronhausen im vergleich zum Bahnhof Niederwalgern eine stiefmütterliche Berücksichtigung.“ Das sei nur schwer zu verstehen, zumal der Haltepunkt zwischen den beiden Universitätsstädten Marburg und Gießen auch zentraler Verknüpfungspunkt der Erschließungslinien 35 und 36 darstelle. Will heißen, in Fronhausen steigen nicht nur Fronhäuser sondern auch viele Menschen aus den Nachbargemeinden Ebsdorfergrund und Lohra in die Züge der Main-Weser-Bahn.

Weil nun der Bahnhof Niederwalgern besser bedient werde, würden sogar Bahnnutzer aus Fronhausen, die mit der Bahn nach Frankfurt wollen, erst mit dem Auto nach Niederwalgern fahren, nur um dann von dort wieder über Fronhausen nach Frankfurt zu gelangen. Ebenso müssten Pendler aus der Gemeinde Ebsdorfergrund zu bestimmten Zeiten nach Marburg fahren, um für sie genehme Züge nach Frankfurt nehmen zu können.

Um die Verkehrsflüsse zu ordnen und gering zu halten, habe die Gemeinde Fronhausen bei der Bahn angefragt, wieso weniger Züge in Fronhausen als in Niederwalgern halten. „Als Grund hierfür wurde eine zu geringe Bahnsteiglänge für RE-Züge genannt“, informiert Weber. Das dürfe jedoch nicht die letzte Antwort sein, findet er.

Dann sollten die Bahnsteige eben verlängert werden, so der Bürgermeister. Das würde die Attraktivität im Sinne der Bahnnutzer deutlich steigern, zumal es auch noch Möglichkeiten gebe, mehr Parkraum zu schaffen.

„In Bezug auf die Buslinien 35 und 36 sollte man nicht weiter über die Einstellung der Spätverkehre ab 17 Uhr nachdenken“, meint Weber. Denn wenn dem Haltepunkt Fronhausen auch mehr Zug-Halte zugesprochen werden, würden auch die Busspätlinien nach Lohra und Ebsdorfergrund sicher genutzt werden. Weber spricht sogar davon, dass man dann eher über einen Ausbau der Spätverkehre nachdenken müsse.

von Götz Schaub

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