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Fronhäuser betätigen sich als Tierretter

Nabu-Ortsgruppe Fronhäuser betätigen sich als Tierretter

Der Nabu Fronhausen ist stolz auf das Erreichte: Im vergangenen Jahr hat man so vielen Tieren das Leben gerettet wie noch nie zuvor seit Bestehen der Ortsgruppe.

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Oben: Der Vorstand des Nabu Fronhausen mit (von links) Carsten Busse, Stefan Wagner, Walter Brede, Friedrich-Karl Menz und Björn Behrendt vor dem Storchennest.

Quelle: Nabu Fronhausen

Fronhausen. Der Vorsitzende Björn Behrendt zeigte den Mitgliedern während der Jahreshauptversammlung im bebilderten Jahresbericht, was 2014 alles erreicht wurde. Im fast fünfjährigen Bestehen der Gruppe Fronhausen sei es nie zuvor gelungen, so vielen Tieren das Leben zu retten beziehungsweise Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu sichern.

Bereits im März wurde ein akut vom Austrocknen bedrohtes Laichbiotop des Gras­frosches im Salzbödetal zum Teil erhalten. Durch den sofortigen Einsatz vor Ort und Alarmierung der zuständigen Behörden konnte ein Großteil des bedeutenden Vorkommens gesichert werden.

Straßensperre an der K59

Ein weiterer Einsatzschwerpunkt war der tägliche Auf- und Abbau der Straßensperre an der K59 zwischen Nieder­walgern und Roth während der Amphibienwanderung. Dadurch konnten mehrere Tausend Teich­molche und Erdkröten sicher ihr Laichgewässer an den Martinsweihern erreichen.

Einen immer wichtigeren Anteil nehmen mittlerweile die Kontakte zu Behörden ein. So wurden im Laufe des Jahres einige Stellungnahmen insbesondere zu Veränderungen im EU-Vogelschutzgebiet Lahntal zwischen Marburg und Gießen eingereicht.

Ein Erfolg konnte auch mit dem Stromnetzbetreiber erreicht werden. Nachdem mehrere ­Vögel, unter anderem Schwarzstörche und Höckerschwäne, mit der Stromleitung im Vogelschutzgebiet kollidiert waren, erreichte man bei einem Ortstermin eine Markierung und für die nahe Zukunft eine unterirdische Verlegung der Leitung.

Aktionen für Kinder werden gut angenommen

Jugendwartin Silke Wagner berichtete von einem sehr ereignisreichen Jahr in der Naturschutzjugend-Gruppe (Naju). Im Frühjahr wurden dafür erstmals die Räume der Grundschule Fronhausen genutzt. Dank der Schule und des Landkreises stehen der Werkraum und andere Einrichtungen der Schule einmal im Monat für Aktivitäten der ­Jugendgruppe zur Verfügung.

Mittlerweile gab es dort mehrere Aktionen, die in der Regel von 10 bis 20 Kindern wahrgenommen werden, wie der Bau von Vogelnistkästen und Futterglocken, das Anfertigen von Gipsabdrücken von Tierspuren oder das Basteln von Pflanzenpressen. Des Weiteren richtete die Naju-Gruppe während der von der Gemeinde Fronhausen angebotenen Ferienspielen einen sehr gut besuchten Aktionstag aus.

Vogelstimmen und Fledermausexkursion geplant

Kassierer Michael Bodenbender konnte einen erfreulichen Kassenbestand verkünden, sodass weitere Anschaffungen, wie Schleiereulen-Nistkästen, Fledermausdetektoren und -nistkästen, ein Pavillon für die Öffentlichkeitsarbeit und Materialien für die Jugendgruppe möglich wurden.

In diesem Jahr soll es wieder vermehrt Exkursionen geben, etwa Vogelstimmen- und Fledermausexkursionen sowie eine­ Fahrt in die Rhön.

Informationen und Ankündigungen für Aktionen/Exkursionen finden Sie hier.

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