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Freie Fahrt für Rad und Traktor

Radwegeverbindung Freie Fahrt für Rad und Traktor

Gute Nachrichten für alle Radler: In etwa einem Jahr soll die Radwegeverbindung von Heskem über Beltershausen in Richtung Marburg bis nach Cappel ausgebaut werden. Auch die Landwirtschaft soll davon profitieren.

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Das Ende des Radweges aus Richtung Heskem nach Beltershausen/Frauenberg: Die Strecke entlang der L 3125 soll bis nach Cappel ausgebaut werden, teilten Bürgermeister Andreas Schulz und Bauamtsleiterin Anke Schmidt mit.

Quelle: Ina Tannert

Ebsdorfergrund. Der Ausbau der Radwegenetze der Gemeinde kommt weiter voran. Als Nächstes am Zug ist der Anschluss von Heskem/Beltershausen nach Marburg bis Hof Capelle – die Strecke soll ab Frühling 2017 komplett neu gestaltet werden – zumindest bis an die Gemeindegrenze, teilte Bürgermeister Andreas Schulz mit.

Die etwa drei Kilometer lange Strecke entlang und südlich der Landstraße 3125 in Richtung Marburg soll eine neue Trag- und Deckschicht erhalten und verbreitert werden. Dafür macht die Gemeinde einiges an Geld locker. „Radwegeverbindungen sind sehr wichtig“, betont Schulz.

Anbindung in Richtung Marburg hat Priorität

Das Baurecht liegt bereits vor, für das Projekt sei die Gemeinde dem zuständigen Land Hessen erfolgreich auf die Nerven gegangen. „Wir sind öfters in Wiesbaden aufgeschlagen, mit Erfolg“, freut sich Schulz. Priorität hat dabei die Anbindung in Richtung Marburg, insgesamt stellt das Land 1,6 Millionen Euro für die nächste Ausbauphase der Radwege bereit. Diese Summe müssen sich mehrere Dörfer teilen.

Allerdings kam die Zustimmung vom Land bereits bevor die Planung vollständig abgeschlossen werden konnte, das Projekt drohte sich zu verzögern. Um das Ganze zu beschleunigen und individueller zu gestalten, übernimmt die Kommune nun einen Teil der Kosten für den Ausbau auf Gemeindeland. Insgesamt beteiligt sich Ebsdorfergrund mit rund 114.000 Euro an dem Projekt.

Gemeinde zahlt für jeden zusätzlichen Meter

Der Eigenanteil hat einen speziellen Grund: Neben dem Zeitfaktor plant die Gemeinde die „kombinierte Nutzung“ der Strecke. Hierfür soll der Weg auf drei Meter beziehungsweise bis zu fünfeinhalb Meter verbreitert werden. Vorgeschrieben und vom Land übernommen wird lediglich die übliche Breite von zweieinhalb Metern. Damit der Radweg jedoch auch von landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt werden kann, sollen Teile der Strecke ausgeweitet werden. Für jeden zusätzlichen Meter zahlt die Gemeinde – „damit auch die Landwirtschaft etwas davon hat“, erklärt das Gemeindeoberhaupt.

Laut Plan soll der Streckenanfang direkt nach dem Kreisel bei Heskem auf drei Meter erweitert werden, das letzte Stück, unterhalb des Pfingstgrabens zwischen Beltershausen und Cappel sogar auf fünf Meter. Noch fehlen die erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen für das Projekt, Baubeginn ist in etwa einem Jahr. „Bis zum Sommer 2017 wird alles fertig werden“, verspricht Schulz.

Acht Radwege ausgebaut, zwei fehlen noch

Damit wäre der Komplettausbau der Gemeinde-Radwege nahezu abgeschlossen. Insgesamt acht Radwege wurden in den vergangenen zehn Jahren ausgebaut und an das flächendeckende Verbindungsnetz der Radler angeschlossen, „zwei fehlen uns noch“, so Schulz. Nach Beltershausen steht in Ebsdorfergrund nur noch der Anschluss von Wermertshausen nach Dreihausen auf dem Programm.

Wann das letzte Projekt der Radwegeverbindung dran sein wird, steht noch nicht fest. Die Gemeinde wolle auch hier am Ball bleiben und den Ausbau beim Land einfordern und vorantreiben, nach dem gewohnten Prinzip: „Steter Tropfen höhlt den Stein.“

von Ina Tannert

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