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Flüchtlinge können noch nicht kommen

Bauarbeiten an Notunterkünften Flüchtlinge können noch nicht kommen

Der Kreis plante 15 Tage für den Bau der Unterkünfte in Weimar-Wenkbach, Dautphetal und Kirchhain ein. Doch am Freitag stand noch keines der geplanten Zelte, in Friedensdorf rückten die Maschinen gar erneut an.

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Eigentlich sollten in Wenkbach (Foto) und in Friedensdorf die Zelte für jeweils 300 Menschen gestern bereits stehen. Laut Kreisangaben wird es voraussichtlich noch eine Woche dauern, bis die Unterkünfte bezugsfertig sind.

Quelle: Thorsten Richter

Wenkbach. Am 5. November erklärte Landrätin Kirsten Fründt jeweils vor Ort die Pläne für die Errichtung von Notunterkünften für 1000 Menschen. Innerhalb von 15 Tagen sollten die Flächen vorbereitet sein und die sogenannten Leichtbauhallen stehen. Das verzögert sich nun nach Angaben des Landkreises voraussichtlich bis zum Ende der kommenden Woche.

Den Zeitverzug erklärt der Kreis mit Verzögerungen bei den Erdarbeiten in Dautphetal und Wenkbach. In Kirchhain habe es vermutlich Probleme bei der Materialbeschaffung gegeben, berichtet Stephan Schienbein, der Pressesprecher der Kreisverwaltung. „Auf freien Flächen, wo vorher nichts war, können sich Erdarbeiten immer verzögern. Ganz besonders bei so kurzen Vorbereitungs- und Planungszeiten“, erklärt Schienbein.

Planänderung in Friedensdorf

In Friedensdorf rückten die Baumaschinen auf der optisch fertigen Fläche an der Hinterlandhalle gar erneut an. Nach Angaben der Arbeiter verbreitern sie die rund 115 Meter lange Fläche auf jeder Seite um 3 Meter. Am oberen Ende zum Wald hin werden dazu Bäume gefällt und Büsche entfernt sowie der Hang etwas abgetragen. Unten zur Parkfläche hin soll noch bis etwa zur Höhe der Laternen aufgeschüttet werden.

Diese Angaben bestätigt Schienbein zum Teil. Laut dem Pressesprecher muss die Fläche entgegen dem ursprünglichen Plan verbreitert werden. Am unteren Ende werde aber nur die Böschung „stabilisiert und begrenzt“.

In Wenkbach kommen erste Bauteile an

Als Grund für diese erneute Bautätigkeit gibt Schienbein an, dass die Leichtbauhallen nun etwas anders als vorgesehen aufgestellt werden müssen. Dies weil die vorgesehenen Hallen nicht mehr verfügbar sind und auf andere Modelle zurückgegriffen werden muss.

Nun soll bei der Hinterlandhalle eine große Leichtbauhalle von 20 mal 60 Metern Grundfläche aufgestellt werden, die 200 Personen sowie einen Cateringbereich, Sanitäranlagen und Aufenthaltsräume beinhaltet. Die kleinere Halle besteht aus zwei zusammengeführten Einheiten, die insgesamt eine Grundfläche von 20 mal 25 Metern hat. In ihr werden 100 Flüchtlinge untergebracht werden.

Auf Nachfrage erklärte Schienbein, dass es dieses Problem in Wenkbach nicht gebe, weil dort wesentlich mehr Platz zur Verfügung steht. Auf der ehemaligen Ackerfläche sind die Erdarbeiten bereits abgeschlossen. Die Teerarbeiten für die Zufahrtswege sind laut dem Pressesprecher noch nicht beendet. Gestern wurden die ersten Holz- und Metallbauteile für die Zelte mit isolierten Wänden angeliefert.

„Das Wetter könnte noch zum Bremsklotz werden“

„Im ehemaligen Rewe-Markt in Kirchhain ist der Innenausbau in vollem Gange“, berichtet Schienbein. Dort muss das Gebäude mit Holzwänden in einzelne Zimmer unterteilt werden.

„Wir wissen noch nicht konkret, wann die Menschen kommen werden. Wir gehen davon aus, dass wir mit der Fertigstellung der Unterkünfte ein Signal bekommen“, erklärt Schienbein. Beim Kreis rechnet man damit, die Unterkünfte bis Ende der nächsten Woche bezugsfertig zu haben. „Nur das Wetter könnte noch zum Bremsklotz werden.“

von Philipp Lauer und Gianfranco Fain

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