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Feuerwehr fiebert Jubiläum entgegen

80-jähriges Bestehen Feuerwehr fiebert Jubiläum entgegen

Die Einsätze der Drei­häuser Feuerwehr waren im vergangenen Jahr eher unspektakulär. Das Gegenteil konnte vom Frühschoppen behauptet werden, der die Feier zum 1. Mai ersetzte.

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Der Feuerwehr-Vorstand von Dreihausen: Hans-Konrad Wagner, Wolfgang Schmidt, Matthias Grau (Beisitzer Einsatzabteilung), Wilfried Merkel (Leiter der Altersabteilung), Daniel Träger, Roland Dahm, Dirk Steitz und Jürgen Eucker.

Quelle: Martina Becker

Dreihausen. „Tag der Feuerwehr“ nannte sich das Fest, das am Sonntag nach Fronleichnam am Bürgerzentrum mit Unterstützung des Dreihäuser Musik­vereins zünftig gefeiert wurde. „All unsere Erwartungen wurden übertroffen“, sagte der Vorsitzende Wolfgang Schmidt anlässlich der Jahreshauptversammlung. Er kündigte an, dass der Frühschoppen nun alljährlich am Sonntag nach Fronleichnam stattfinden solle.

Voller Erwartungen ist der Verein in diesem Jahr noch für ein weiteres Fest. Das 80-jährige Vereinsbestehen steht an. Vom 1. bis 2. Juni soll es am Bürgerzentrum unter anderem mit Jugendfeuerwehrwettkämpfen, Kom-mers, Gottesdienst und musikalischem Frühschoppen gefeiert werden. Ein Wackelkandidat im Vereinsleben ist der alljährliche Familienabend. Über seinen Fortbestand wurde schon in zahlreichen Jahreshauptversammlungen diskutiert. Auch am Samstag stellte der Vorsitzende den Mitgliedern die „Sinnfrage“. Mehrfach bedauert wurde, dass es bei der Traditionsveranstaltung schon seit Jahren keine Theatervorführungen mehr gebe. Man müsse eine neue Theatergruppe gründen, war die Meinung einiger Anwesenden. Solange man mit der Veranstaltung kein Minus mache, wollte man sich dann doch nicht von ihr verabschieden. Die Abstimmung fiel deutlich für eine Fortsetzung der Tradition aus.

Was die Einsatzabteilung anbelangte, verlief das vergangene Jahr eher unaufgeregt. Achtzehnmal rückte die Dreihäuser Wehr aus. Das seien fünf Einsätze weniger als im vergangenen Jahr gewesen, sagte Schmidt. Ausgerückt waren die Einsatzkräfte wegen Verkehrsunfällen, einem Unfall im Wald, Unwettereinsätzen und einigen kleinen Bränden, beispielsweise von Strohballen oder einer Garage.

Sechster Platz im Bezirksentscheid

Neun Kameraden hatten Lehrgänge auf Kreisebene und an der Hessischen Landesfeuer­wehrschule besucht. Dass der Dreihäuser Trupp in seinem Fach firm ist, stellte er bei den Hessischen Feuerwehrleistungsübungen in Kirchhain unter Beweis. Mit dem Erringen des 3. Platzes hatte man sich für den Bezirksentscheid qualifiziert. Dort belegte Dreihausen den sechsten Platz. Über den Feuerwehrdienst hinaus hatten sich die Aktiven bei zahlreichen Festen im Dorf mit helfender Hand beteiligt. „Einer der Höhepunkte der Einsatzabteilung war die Mitgestaltung des Autofreien Sonntags, der in gewohnter Weise durchgeführt wurde“, erinnerte der Vorsitzende.

Über die Jugendarbeit berichtete Jugendfeuerwehrwart Daniel Träger. Unter seinen Fittichen und denen von Sascha Merkel sind zurzeit neun Jugendliche engagiert bei der Sache. Das sei zwar momentan ein bisschen dürftig, aber angesichts der Tatsache, dass in den letzten drei Jahren sieben Mitglieder in die Einsatzabteilung übernommen wurden, eine „gute“ Entwicklung für die Feuerwehr, so Träger. Der Vorsitzende appellierte an die Mitglieder, die Jugendlichen im Ort persönlich anzusprechen und zum Kennenlernen der Wehr einzuladen. Ein probates Mittel zur Mitgliederwerbung sei die Brandschutzerziehung in der Grundschule, diese soll daher wieder stattfinden.

Auch eine größere Investi­tion plant der Verein. Bei der Suche nach Personen soll zukünftig eine Wärmebildkamera helfen. Die Kosten von rund 5000 Euro sollen aus Spenden finanziert werden - nur noch 1400 Euro fehlen. Die Übergabe des Hilfsmittels soll zum Jubiläumsfest erfolgen.

Das Ergebnis der Vorstandswahlen war wenig überraschend. Die bisherige Riege wurde bestätigt. Der Wehrführerausschuss hatte Wolfgang Schmidt und seinen Stellvertreter bereits im Vorfeld gewählt. Die Bestätigung dieser Wahl reichte aus, um Schmidt auch wiederholt zum Vorsitzenden des Vereins zu bestimmen.

von Martina Becker

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