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Feuer und Flamme für den Garten des Wandels

Neuer Park Feuer und Flamme für den Garten des Wandels

Der Garten des Wandels ist ein Platz zum Verweilen, zum Erfrischen und zum Nachdenken übers Leben. Entstanden ist er für die Beltershäuser und für alle, die nach Beltershausen kommen.

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Sie haben das Programm für die Eröffnung des neuen Parks auf die Beine gestellt: (von links) Johannes Block, Manuela Karras, Klaus Kräling, Hanne te Kamp, Bürgermeister Andreas Schulz, Dr. Renate Buchenauer und Ute Block.

Quelle: Carina Becker

Beltershausen. Ende Juni waren die Bauarbeiten für den Garten des Wandels in der Ortsmitte Beltershausen abgeschlossen. Einst war die Fläche am Bürgerhaus ein Friedhof, jetzt ist sie ein Park. Viele der Pflanzen dort sind noch jung und müssen wachsen. Rosen und Rhabarber, Kräuter und Gräser, alte Bäume und junge Büsche wechseln sich ab. So wird sich der Garten, dessen vier Felder für den Lebenskreis der Menschen stehen, erst im nächsten Frühjahr voll entfalten.

Doch die Gedanken, die sich die Gartengestalterin Manuela Karras für die Anlage gemacht hat, kommen schon jetzt zum Ausdruck. Sie knüpfen an die Geschichte der Hugenotten und Waldenser an, erzählen von einem Leben unterwegs, vom Wachsen und Gedeihen, vom Werden und Vergehen. So stehen Kräuter und Früchte für die Jugend, sanft wogende Gräser und alte Grabmale für die Vergänglichkeit, ein Rasenlabyrinth für manche Irrwege, die unterwegs beschritten werden.

Dass der Garten des Wandels nun fertiggestellt ist, wollen die Region Marburger Land, die Gemeinde Ebsdorfergrund und der Verein Hugenotten- und Waldenserpfad als Initiatoren des Projekts am kommenden Samstag gemeinsam feiern. „Wir haben 1000 Einladungen verteilt und freuen uns auf viele Gäste“, erklärt Ebsdorfergrund-Bürgermeister Andreas Schulz.

Die Parkanlage entstand mit Geld von Gemeinde und EU - zum einen als Ort der Ruhe und der Kommunikation für das Dorf selbst, zum anderen als Erlebnisraum an der Frauenberg-Schleife des Hugenotten- und Waldenserpfads. Kostenpunkt: 140000 Euro, knapp 80000 Euro davon finanziert aus europäischen Mitteln für die Regionalentwicklung.

Damit der Samstag ein richter Festtag mit Kulturprogramm und Geselligkeit wird, haben viele an den Vorbereitungen mitgewirkt: Beltershausens Ortsvorsteher Johannes Block, Hanne te Kamp, Manuela Karras, Ute Block, Klaus Kräling und Miltraud Menzel-Kräling, Dr. Renate Buchenauer und Bürgermeister Schulz. Am Samstag beginnt um 15 Uhr nach der Eröffnung ein Kunst- und Pflanzenmarkt am Garten des Wandels und am Bürgerhaus. Kaffee und Kuchen werden angeboten. Ab 15.30 und ab 16.30 Uhr präsentiert Dieter Schmidt im Bürgerhaus eine Dia-Schau zur Geschichte der Hugenotten und Waldenser. Ab 16 und ab 18 Uhr führen Manuela Karras und Dr. Renate Buchenauer die Besucher durch den Garten des Wandels, berichten über Entstehung und Botanik. Von 17 bis 19 Uhr läuft unter dem Titel „Auf dem Weg“ eine Führung zum Garten der Eheleute Kräling und Menzel-Kräling. Künstlerin Miltraud Kräling präsentiert Bilder, Drucke und Plastiken, extra für diesen Tag arrangiert auf einem knapp 1000 Quadratmeter großen Gartengrundstück Im Bruch. Von 18 bis 18.30 Uhr läuft eine Lesung in der Bartholomäuskirche. Pfarrerin Therisa Zeeden, Gisela Block und Hanne te Kamp tragen aus dem Fluttagebuch eines Hugenotten vor. Auf dem Hof gegenüber der Kirche zeigt Käthe Block ihre Körnerbilder, Kunstwerke aus Linsen, Erbsen und Getreide.

Um 19 Uhr haben die Chöre einen gemeinsamen Auftritt. Alle Sängerinnen und Sänger tragen zusammen das Lied „Tulpen aus Amsterdam“ vor. Um 19.30 Uhr gehen die Lichter an. „Der Garten des Wandels wird immer zeitgleich mit der Straßenbeleuchtung erstrahlen“, erklärt Bürgermeister Schulz. Wie die Bäume von unten angestrahlt werden, können die Besucher sich am Samstag anschauen. Um 20 Uhr beginnt ein Konzert mit klassischer Musik - Achim Schwarz trägt auf der Querflöte ausgesuchte Stücke vor. Ab 20.30 Uhr singt Sopranistin Anika Wandersee, das Kammerorchester des Gymnasiums Philippinum begleitet sie. Um 21.30 Uhr entzünden die Besucher im Garten des Wandels viele Teelichter und stellen sie im Labyrinth des kleinen Parks auf. Ein Höhenfeuerwerk schließt sich um 22 Uhr an. Anschließend spielt die Musik und die Besucher sind zum Tanzen eingeladen. Der SV Beltershausen sorgt für die Bewirtung.

von Carina Becker

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