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Allna

Fehlender Führerschein bremst Retter aus

Hinter der Feuerwehr Allna liegt ein bewegtes Jahr. Sie musste vier Austritte verdauen, richtete erfolgreich den Gemeindepokal-Wettkampf aus und „durfte“ bei einem Alarm nicht ausrücken.

Der Vorstand in Allna ist nahezu komplett. Nur die Jugendfeuerwehr muss noch den Jugendwart wählen. Das Foto zeigt Alfred Wallenwein (von links), Hans-Jürgen Plitt, Bürgermeister Peter Eidam, Wehrführer Stefan Wagner, Thomas Ruppert, Peter Leimbach, Heinrich Ruppert (Vorsitzender der Alters- und Ehrenabteilung), Kassiererin Ramona Hoffmann, den stellvertretenden Vorsitzenden Rainer Ortmüller und den stellvertretenden Wehrführer Marco Wagner.

© Götz Schaub

Allna. Es gibt Dinge, die sind mit normalem Menschenverstand nicht zu verstehen. Als sei es nicht schon schwer genug, auf dem Land tagsüber eine einsatzbereite Feuerwehr zu stellen, sehen sich die Feuerwehrleute derzeit mit einem zusätzlichen Problem konfrontiert, das nicht nötig wäre.

Am Morgen des 18. Januar 2011 wurde die Freiwillige Feuerwehr Allna zu einem Brandeinsatz nach Kehna gerufen. „Glücklicherweise entpuppte sich der Alarm als Fehlalarm“, sagt Wehrführer Stefan Wagner. Denn obwohl sechs Einsatzkräfte an jenem Morgen noch im Ort waren und zum Gerätehaus kamen, konnten sie nicht mit ihrem Einsatzfahrzeug ausrücken, weil keiner der Anwesenden die nötige Fahrerlaubnis für das Einsatzfahrzeug besaß.

Das lag keineswegs daran, dass die Einsatzkräfte das Fahrzeug nicht hätten fahren können, aber keiner von ihnen besaß einen gültigen Führerschein dafür. Durfte man früher mit dem Führerschein für ein normales Auto auch Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von bis zu 7,5 Tonnen bewegen, so darf man heute nur noch Fahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen fahren.

In Allna hat man eigentlich intern für solche Fälle vorgesorgt. So hatten sich zwei Bürger aus dem Ort, die einen entsprechenden Führerschein besitzen, bereit erklärt, im Falle eines Falles die Einsatzkräfte mit dem Fahrzeug zum Einsatzort zu fahren – aber wenn auch sie mal nicht da sind? So ein Vorkommnis wie am 18. Januar 2011 ist für die Einsatzabteilung bitter, schließlich verfügt sie über besonderes Know-how und besitzt einem hohen Ausbildungsstand. So wurden 2011 anders als in den Jahren zuvor jede Woche zwei Stunden Unterricht für die Einsatzkräfte angeboten.

von Götz Schaub

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