Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Explosives Rotkäppchen trifft „Schippenstiels“

Weiberfasching Explosives Rotkäppchen trifft „Schippenstiels“

Um Mitternacht neigte sich ein Feuerwerk an Sketchen und Tänzen, das die Lachmuskeln der Besucher im voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus strapazierte, dem Ende entgegen. Gefeiert wurde auch ohne Programm bis in den frühen Morgen.

Voriger Artikel
Eine Liebe - geboren in Afghanistan
Nächster Artikel
Der Abend der Dschungelmänner

Die „Red White Dancers“ zeigen ihr Können unter anderem mit dem Schrubber.

Quelle: Ingrid Lang

Wermertshausen. Pünktlich um 20.11 Uhr eröffneten die Ladystars zum 11. Mal den Weiberfasching im „Wermertshäuser Wohnzimmer“ (DGH) und sorgten gleich für gute Stimmung. Danach folgte ein schwungvoller Auftritt der Gardetänzer vom HSC Homberg.

Mit einem flotten Tanz begeisterten im Dirndl die „Wild Pearls“ aus Gladenbach. Dann folgte der Einzug des Prinzenpaares des NCC Nieder-Ohmen mit Präsidentin Corinna Kaiser. Die Präsidentin stellte seine Hoheit Prinz Earl I. , den ehemaligen königlichen Bademeister als „Original und Vorbild aller folgenden Baywatch-Helden, heutiges gräfliches Mädchen für alles im Bauhof“ vor und sorgte damit für lautes Gelächter.

Ihre Lieblichkeit Prinzessin Elke I. sei die fürstliche Freifrau der afrikanischen Trommelgruppe Oyiwaladon, stimmgewaltige Mitstreiterin der Nirre-Niehmer Guggemusik und ständige Begleiterin des Prinzen im Club „Einer steht immer“ auf den spanischen und portugiesischen Inseln.

Jazztanzgruppe „Red White Dancers“ begeisterte mit schwugvollem Tanz

Mit dem Schrubber in der Hand sorgte die Jazztanzgruppe „Red White Dancers“ aus Beltershausen zum Lied „Das bisschen Haushalt“ für Unterhaltung und ließen anschließend den Kittel, Kopftuch und Schrubber verschwinden und begeisterten mit einem schwungvollen Tanz.

Die Wermertshäuser Hardrock-Band um Vereinsvorsitzende und Sängerin Evelin Lorenz-Schäfer heizte dem närrischen Publikum live mit „I love Rock‘n‘Roll“ so richtig ein. Einen gelungenen Auftritt präsentierten die Olli-Dancers aus ­Cölbe. Sie stellten Stars der siebziger Jahre aus dem hohen Norden dar - Gitte Haenning, Siw Malmkwist und Wencke Myhre - und lästerten erst einmal über die fehlenden Männer, die wohl beim Lachsfangen in Schweden seien. Danach boten sie ein Schlagerpotpourri mit unter anderem „Beiß nicht gleich in ­jeden Apfel“, „Knallrotes Gummiboot“ und „Ich will nen Cowboy als Mann“. Aber auch mit einem Abba-Medley wussten die Drei zu gefallen.

Dass es ein Personal Trainer heutzutage schwer hat, bewies singend der VIP-Trainer mit seinem überdimensional aufgeblasenen Körper. Kreischende und tobende Frauen zeigten sich begeistert von dem Auftritt der „Drei bis vier am Klavier“, denn die Männer zogen zuerst einmal ihre Hosen aus, bevor sie hinter dem Klavier verschwanden und auch noch ihre Unterhosen fallen ließen. Sie boten ein meisterliches Klavierkonzert und zudem raste hüpfend einer der Musiker mit der Gitarre auf der Bühne entlang.

Rottkäppchen und der böse Wolf mal anders

Die Geschichte vom Rotkäppchen und dem bösen Wolf präsentierte der Jugendclub einmal ganz anders - und zwar mit Sprengstoff in der Flasche und Hasch im Korb. Da wird der Wolf nicht vom Jäger erlegt, sondern vom Traktor totgefahren, untermalt mit Liedern wie „Sternenhimmel“.

Eine Augenweide waren die Tänzerinnen „No Name“, die mit toller Choreografie begeisterten und den DJ Christoph als Ersatztänzer verpflichteten.

Als Bäuerinnen verkleidet traten Erwin und Karl auf und lästerten über die Männer. Aber nicht nur Geschichten vom Leben auf dem Land wussten sie zu erzählen, auch die Ähnlichkeit einiger Kinder in einer langen Straße macht sie stutzig und so mussten sie begreifen: „Wir sind alle Kinder vom Bo-Frost-Mann“.

Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt der „Schippenstiels“, die in Bademäntel gehüllt und mit einem Rollstuhl in den Saal kamen und aussahen, als wären sie aus einem Seniorenheim entflohen. Nach dem ersten Tanz flogen jedoch die Klamotten und das leicht bekleidete Männerballett präsentierte eine gelungene und erotische Show. Nach einer Zugabe, die das tobende närrische Volk verlangte, endete der offizielle Teil einer gelungenen Weiberfaschingfeier.

von Ingrid Lang

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr