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Erste Versuche mit Ball und Schläger

OP erfüllt Kindern Wünsche Erste Versuche mit Ball und Schläger

Es war ein Ferienvormittag im Freien und in Bewegung. Vor allem aber war es ein schweißtreibender Vormittag.

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Jugendwartin Alessandra Becker zeigt Elisa Wittich, wie sie ihren Schläger halten muss.

Quelle: Nadine Weigel

Wolfshausen. Im Jahr des Finalspiels von Sabine Lisicki erfüllte die OP erstmalig Kindern den Wunsch nach einem Tennisprobetraining. Zehn Kinder aus Fronhausen, Rosenthal, dem Ebsdorfergrund und Marburg waren in den Weimarer Ortsteil gekommen, um ein Training beim TV 1977 Weimar zu absolvieren. Ein Vormittag voller spielerischer Heranführung an den Tennisball, die Entwicklung eines Gefühls dafür und erste kleine Tennisspiele.

 

Los ging es mit einer Runde durch den Wald zum Warmwerden. Beim Tennishockey kamen die Kinder und Jugendlichen anschließend erstmalig in Kontakt mit dem Tennisball. Außer Mailin (11 Jahre) und Felicia (13 Jahre) Guski aus Marburg, die über ihre Schule bereits in einer Tennis-AG spielen, hatte sich bisher keines der Kinder im Tennissport versucht. Manche betreiben aber anderen „Rückschlag-sport“ wie Badminton.

Marlene von Daacke (11 Jahre) aus Fronhausen erzählt: „Sport macht mir Spaß - und da wollte ich mal was Neues ausprobieren und habe mir Tennis gewünscht.“ Bei Tobias Feller (11 Jahre) aus Rosenthal, hat sich seine Oma heimlich für ihn beworben und ihm das Probetraining dann zum Geburtstag geschenkt.

Lisa (12) und Hanna (9) Fach aus Marburg hatten schon öfter Glück bei den „Kinderwünschen“. Vergangenes Jahr waren sie beim Segelfliegen, davor beim Reiten und nun wollten sie mal Tennis ausprobieren. Beide spielen Badminton, eine ähnliche Sportart, dachten sie sich.

Insgesamt hat der 122 Mitglieder umfassende Verein eher rückläufige Mitgliederzahlen. Der Jugendbereich aber nehme zu, berichtet Vorsitzender Werner Muth. Das gegenseitige Kennenlernen, der ganze Bewegungsablauf, die frische Luft, neue Freundschaften und natürlich Ausdauer und Fitness, das seien die Dinge, die für diese Sportart sprächen, so Muth.

„Man muss den Ball richtig fokussieren können und man muss laufen können“, sagt Phillip Bien, der Trainer. Eigentlich brauche man für Tennis nur die Fähigkeit, den Abstand zwischen Ball und Schläger richtig einzuschätzen. Ein Gefühl für den Ball entwickele sich sowieso erst später, sagt er.

Damit taten sich die meisten der zehn Teilnehmer dann tatsächlich auch schwer. Auch in Anbetracht der wachsenden Hitze auf dem sonnenbeschienenen Platz, wollte es bei den meisten mit dem Tennis nicht so richtig klappen. Aber es ist eben auch noch keine Sabine Lisicki vom Himmel gefallen. Nach einigen Aufwärmspielen zeigte Trainer Phillip Bien den Kindern im Einzeltraining, wie sie den Schläger halten sollten, wie sie zum Ball stehen müssen, wie geschlagen wird. Währenddessen wurde nebenan auf dem Platz Rundlauf gespielt. Wie beim Tischtennis um die Platte wurde hier rund um das Netz gelaufen. David von Daacke war an diesem Vormittag zweimal Sieger bei diesem Spiel. „Tennis macht Spaß“, freute er sich.

von Kristina Gerstenmaier

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