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Erste Früchte gibt es wohl zur Einschulung

"Kinders Garten" Erste Früchte gibt es wohl zur Einschulung

Das Pflanzen eines Baumes anlässlich einer Geburt ist ein altes Ritual. In Ebsdorf lebte es durch die Initiative von Hebamme Birgit Kittel vor rund einem Jahr wieder auf. Am Ortsausgang, neben dem Einstieg in den Fahrradweg nach Bortshausen befindet sich die Parzelle „Kinders Garten“. Hier wurden seit der Gründung im vergangen Jahr fünf Apfel- und Birnbäume anlässlich der Geburt von Ebsdorfer Kindern gepflanzt.

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Ihnen gehört bereits ein Baum: Maja Kaiser (von links), Helena Hauer, Hannah Runzheimer, Fenia Menzer sitzen unter Hannahs Baum. Foto: Martina Becker

Ebsdorf. Los ging es mit dem Geburtsjahrgang 2011. „Ursprünglich wurden Apfelbäume für Jungen und Birnbäume für Mädchen gepflanzt“, erzählte Birgit Kittel. Diese Regel wird in Ebsdorf nicht ernst genommen. Hier sucht sich jede Familien den Baum aus, der ihr gefällt. Zur Auswahl stehen allerdings ausschließlich alte Hochstammsorten. Zu den Bäumen ist nun auch ein Schild gekommen, das den vorbeikommenden Radfahrern oder Spaziergängern die Bedeutung des Ortes erklärt. Anlässlich der offiziellen Einweihung und überhaupt für ein geselliges Treffen aller bereits beteiligten Familien, hatte die Initiative um die Ideengeberin eingeladen. Unterstützer fand Kittel im Heimat- und Verschönerungsverein, in Ortsvorsteher Walter Kaiser sowie dem Baumexperten Achim Gerhardt, der beim Pflanzen und Pflegen der Bäume fachkundig zur Seite steht. „Das ist eine von vielen Ideen, die den Ort Ebsdorf unverwechselbar machen“, lobte Bürgermeister Andreas Schulz das Projekt auf Gemeindegrund. Er versprach, im kommenden Haushalt eine Sitzkombination für den Platz einzustellen. Das scheint auch erforderlich, denn das Gelände wird von den Baumeignern regelmäßig besucht. Zweimal im Jahr ist gemeinsames Treffen angesagt. Auch ein Lagerfeuerplatz existiert bereits. Weitere Pflanzlöcher sind ebenfalls vorbereitet. Bis die ersten Äpfel oder Birnen geerntet werden können, müssen noch ein paar Jahre vergehen, das wird so um die Einschulung der Kinder sein. Baumschmuck oder Namensschilder sind erlaubt und erwünscht. Damit können die Familien ihren Baum individualisieren. Platz ist im „Garten“ für rund 20 Bäume.

von Martina Becker

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