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Erste Fahrversuche enden mit lautem Platsch

OP erfüllt Kindern Wünsche Erste Fahrversuche enden mit lautem Platsch

Volle Fahrt voraus. Rasant und fröhlich ging es am Freitag auf dem See bei Niederweimar zu. Mehr als 20 Kinder testeten ihre Standfestigkeit auf Wasserski, Wake- und Kneeboard.

Niederweimar. Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen kam den Kindern die Abkühlung im erfrischendem Nass gerade recht.

Mehr als 20 Jungen und Mädchen versammelten sich im Seepark, um ihre Wassersport-Tauglichkeit zu erproben. Sie alle hatten einen Platz bei der Aktion „OP erfüllt Kindern Wünsche“ ergattert. Zusammen mit ihren Familien verbrachten sie einen sportlich aktiven Ferientag.

Erste Station: die Umkleidekabine. Nachdem alle in Neoprenanzug und Schwimmweste geschlüpft waren, begann der kurze theoretische Teil des Tages. Ein kleiner Lehrfilm vermittelte den Kindern einen ersten Einblick in die Technik der Wassersportarten Wasserski, Wake- und Kneeboard. Wichtige Aspekte dabei: die richtige Position auf den Brettern finden, Körperspannung halten und richtig steuern. Die Wasserski immer parallel zueinander stellen, in die Hocke gehen und nach dem Start die Beine durchdrücken. Und dazu immer die Arme ausgestreckt lassen. Außer auf dem Kneeboard, auf dem man kniet, dabei gilt: die Arme angewinkelt lassen und das Sportgerät mit Gewichtsverlagerung steuern.

Nach kleinen Trockenübungen ging‘s los. An elektrisch betriebenen Zugseilen, an denen sie sich festhielten, sausten die Kinder auf ihren Brettern raus auf den See. Vorerst übten sie noch auf der Kurzstrecken-Bahn. Keiner von ihnen hatte vorher regelmäßig auf Wasserski oder -boards gestanden. Am Anfang war für den ein oder anderen die rasante Fahrt daher recht schnell zu Ende. Die ersten Fahrversuche endeten oft mit lautem Platschen im Wasser oder einem davontreibendem Board. „Mit den Skiern an den Füßen lässt es sich auch schwer schwimmen“, stellte Ariana Sippel (12 Jahre) aus Marburg lachend fest. Doch das schreckte keinen der hoch motivierten Teilnehmer ab, sorgte vielmehr für eine ausgelassene Stimmung.

Auf den wackeligen Wasserski trauten sich die Kinder anfangs noch nicht, aus der hockenden in die Standposition zu wechseln. Der nötige Mut war aber schnell gefunden, keiner wollte schließlich hinter den anderen zurückbleiben. „Das Lenken ist besonders schwer, aber wenn‘s wackelt, einfach klein machen“, fand Alicia Weil (10 Jahre) aus Anzefahr heraus.

Immer dabei und zur Stelle waren die beiden Betreuer und erfahrenen Wassersportler Danijel Kovacevic und Moritz Büchsenschütz. Sie leiteten die Kinder an, passten auf, dass keine Unfälle passierten und bedienten die Winden. Die Sicherheitsanweisungen der Trainer waren besonders wichtig, da sich immer mehrere Fahrer im Wasser befanden. Wer vom Board oder Ski fiel, musste sicherheitshalber immer an eine bestimmte Stelle des Ufers zurückschwimmen. Das hatten die Kinder schnell raus und standen sofort wieder auf ihren Brettern, um den nächsten Versuch zu wagen. Um Zusammenstöße zu verhindern, musste jeder Teilnehmer ständig die Augen offen halten. „Achtung da schwimmt noch einer“, meldeten die jungen Sportler bald selbstständig.

Je mehr die Kinder übten, desto sicherer wurden sie auf den Boards und die Fahrten wurden länger. „Das ist gar nicht so schwer“, sagte Kilian Glänzer (7 Jahre) aus Wohratal begeistert. Er kam gut zurecht auf dem Wasser, konnte sein Gleichgewicht leicht halten. Auch seine Schwester Maxima war mit von der Partie. Der Bruder gab ihr den einen oder anderen Tipp zum Skifahren. Schwer sei nur der erste Moment, wenn die Leine straff wird, erklärte Katharina Kißmer (14 Jahre) aus Kirchhain. „Los, das schaffst du!“, feuerte sie ihre Mitfahrerin Frauke Jung (13) an. Auch sie fuhr das erste mal Wasserski und fand schnell großen Gefallen daran. „Das ist so cool“, freute sie sich.

Fuhren die Kinder zu Beginn noch auf den Anfängerstrecken, wechselten sie nach erfolgreichem Training auf die anspruchsvollere Profibahn. Dort ging es richtig zur Sache. Die Wasserstrecke ist deutlich länger, die Läufer müssen mehrere Kurven bewältigen und durch farbige Bojen manövrieren. „Auf der großen Bahn ist es sogar leichter, die Beschleunigung ist super“, stellte Celina Kalähne (13 Jahre) aus Marburg fest.

Die Kinder hatten riesigen Spaß an den rasanten Fahrten. Pausenlos schallten Lachen und Jubelrufe über den See. Wer besonders lange durchhielt oder sogar eine ganze Runde schaffte, erntete Applaus und Lob von der ganzen Gruppe. Während der Nachwuchs drei Stunden lang über den See sauste, schauten die Eltern vom Seerand aus zu, feuerten ihre Sprösslinge an oder planschten mit jüngeren Geschwistern im seichten Wasser. Viele Familien blieben auch nach Ende der Aktion und genossen den Tag im Seepark.

von Ina Tannert

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