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Entscheidung für G9 ist getroffen

Gesamtschule Niederwalgern Entscheidung für G9 ist getroffen

Die Schulgremien haben entschieden, Schulträger und Schulamt bereits zugestimmt: Ab Sommer 2014 wird auch die Gesamtschule Niederwalgern (GSN) zu G 9 zurückkehren.

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Ein Blick über die Dächer Niederwalgerns auf die Gesamtschule. Ab Sommer 2014 werden dort die neuen Fünftklässler nach G9-Kriterien unterrichtet, informiert Sabine Schäfer-Jarosz.Archivfotos

Niederwalgern. Nun, wer sich ein bisschen an der Gesamtschule Niederwalgern auskennt, wird vielleicht etwas verwundert sein, denn G 9 war eigentlich nie wirklich „weg“ von der Schule. Die Schule blieb als einzige Gesamtschule im Landkreis zunächst bei G 8, um schnell lernenden Schülern die Möglichkeit zu geben, ähnlich wie an den Gymnasien beschult zu werden. Doch nach der Rückkehr aller Marburger Gymnasien zu G9 in diesem Sommer, wurde das Thema auch in Niederwalgern neu diskutiert. Und zwar unabhängig von der Frage wie die flexible Unterstufe ab dem neuen Schuljahr ausgestaltet wird. Schon in einem OP-Interview im Juni dieses Jahres sagte die kommissarische Schulleiterin Sabine Schäfer-Jarosz, dass die G8/G9-Diskussion noch nicht beendet sei und man sich eine flexible Strukturen auch im Rahmen von G9 vorstellen könne.

Pünktlich zu den Grundschulbesuchstagen wollte Schäfer-Jarosz eine verbindliche Aussage mit an die Verbundsgrundschulen mitbringen, wenn sie dort die derzeitigen Viertklässler besucht: Ab Sommer 2014 G9 an der GSN. Damit werden die Übergänge zu weiterführenden Schulen generell wieder angepasst. Wer die Schule nach der zehnten Klasse verlässt, besitzt also einen mittleren Bildungsabschluss.

„Durch die Rückkehr zu G9 werden wir weniger Pflichtwochenstunden haben. Das eröffnet natürlich wieder ein Zeitfenster für weitere Angebote“, sagt Sabine Schäfer-Jarosz. Annegret Roggenkamp, Mitglied des Schulleitungsteams und Leiterin der Förderstufe ergänzt in diesem Zusammenhang, dass dadurch konzeptionell Schnelllerner weiterhin eine Förderung erhalten können. So soll es einen Fremdsprachen-Schnupperkurs geben, in dem sich Schüler ohne Benotung selbst in einer zweiten Fremdsprache testen können. Darüber hinaus soll ab dem 9. Schuljahr eine dritte Fremdsprache angeboten werden, wahlweise Französisch, wenn dieses Fach nicht schon als zweite Fremdsprache gewählt wurde, sowie Spanisch und Russisch.

„Im Ganztagsbereich können auch anerkannte Sprachzertifikate erworben werden“, informiert Roggenkamp. Natürlich werde es auch naturwissenschaftliche und gesellschaftskundliche Angebote geben. Und nicht zuletzt gehört der musikalische Zweig zur Angebotspalette. Eltern können sich also sicher sein, dass ihre Kinder in den Klassen wie auch im Zusatzangebot individuelle Förderungen erhalten. Die Rückkehr zu G9 wurde auch vom Schulelternbeirat positiv beschieden.

G8 ist im Landkreis kein Thema mehr

Mit der Entscheidung der GSN ist das Thema G8 mit dem großartig angepriesenem „Turbo-Abitur“ für kommende Fünftklässler im Landkreis Marburg-Biedenkopf kein Thema mehr. Eltern, die dennoch auf G8 schwören, müssten dann schon mit dem Gymnasium Edertalschule in Frankenberg Kontakt aufnehmen, denn diese Schule gehört zu jenen elf in Hessen, die sich entschieden , an einem Modellversuch teilzunehmen: Sie bietet G8 und G9 parallel an, wobei sich der Zuspruch für G8 in sehr überschaubaren Grenzen hält.

von Götz Schaub

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