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Fronhausen

Entscheidung erst nach Bankgutachten

Der Beitritt der Gemeinde zur Bioenergiegenossenschaft Fronhausen ist Gegenstand eines Antrags der CDU-Fraktion für die bevorstehende Gemeindevertretersitzung. Der Hauptausschuss diskutierte bereits darüber.

Energie aus der Biogasanlage Fronhausen – auch die Gemeinde wird sich wahrscheinlich der Genossenschaft anschließen und sich in der Zukunft mit Abwärme aus der Anlage Geißler versorgen lassen. Dazu muss das Parlament noch Ja sagen.

© Thorsten Richter

Fronhausen. In diesem Punkt lässt die CDU-Fraktion nicht locker.

Er stand schon wiederholt auf der Tagesordnung. „Ein Beitritt der Gemeinde fördert die Genossenschaft und deren Gedeihen“, sagte Heiner Pfeffer zu dem Antrag.

Der Fraktionsvorsitzende erklärte, dass diese Entscheidung nicht nur finanziell, sondern auch ideell betrachtet werden müsse, „um dem Vorhaben positive Energie mit auf den Weg zu geben“.

Kosten soll der Beitritt die Gemeinde 1.500 Euro. Darüber hinaus fordert der Antrag „den Anschluss der gemeindlichen Liegenschaften, insbesondere des Bürgerhauses. Dies wiederum wurde von den Vertretern der Genossenschaft mit 8 Cent pro Kilowattstunde veranschlagt.

Bürgermeister Reinhold Weber gab zu bedenken, dass er aufgrund der engen Kassenlage der Gemeinde die Wirtschaftlichkeit im Auge behalten müsse. Aktuell koste das Heizen des Bürgerhauses 6 Cent pro Kilowattstunde.

Thilo Finger meinte als Vertreter der Genossenschaft: „Ein Anschluss dürfte sich für die Gemeinde in jedem Fall lohnen, da die Heizung schon alt ist. Ich rate dazu, Nahwärme in jedem Fall ins Auge zu fassen.“

Klaus Bork, Vertreter der SPD- Fraktion, war durchaus dafür Anteile von der Genossenschaft zu erwerben, fand aber den Zeitpunkt noch zu früh. Für ihn, sowie andere Mitglieder der Runde gab es noch einige offene Fragen bezüglich der Wirtschaftlichkeit und der Finanzierung des Projekts.

Helmut Jung von der Bioenergiegenossenschaft erklärte, dass 90 Prozent, sprich rund 50 der nötigen Verträge, bereits mit Bürgern geschlossen seien. Sie alle wollen mit der Abwärme der Biogasanlage der Familie Geißler versorgt werden. Erster Abnehmer wird das Altenheim sein. Dieses wird allerdings direkt von Geißler beliefert.

von Martina Becker

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