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Elf Ortsteile bilden starke Gemeinschaft

40 Jahre Ebsdorfergrund Elf Ortsteile bilden starke Gemeinschaft

Mit einem Tag der offenen Tür im Rathaus, Geschichten aus dem Nähkästchen, einem Sommerfest mit Feuerwerk und ganz besonderen Äpfeln feierte die Gemeinde Ebsdorfergrund ihre 40-jährige Geschichte.

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Ein Präsent für die Gäste: Jubiläumsäpfel mit dem Logo der Gemeinde.

Quelle: Martina Becker

Dreihausen. „Vielfalt in Einheit“ - mit diesem Leitgedanken wirbt die Gemeinde Ebsdorfergrund. „Sich in der Stärke hervortun und in den Schwächen stärken“, das sei das Rezept für die Erfolgsgeschichte der Gemeinde, sagte Bürgermeister Andreas Schulz am Freitag zur Begrüßung der Festgäste im Bürgerzentrum.

Gekommen waren ein bunter Querschnitt aus der Bevölkerung sowie viele, die mithelfen oder irgendwann mitgeholfen hatten, die Gemeinde zu entwickeln. „Wir feiern den Grund aus gutem Grund“, sagte Schulz. Schon lange vor der Entstehung der Gemeinde Ebsdorfergrund gab es den Landstrich Ebsdorfer Grund, der sozusagen als Namensgeber diente. Wohlwissend, dass gemeinschaftliches Denken und Handeln Erfolg bringt, aggierte die Kommunalpolitik schon vor der Gründung der Großgemeinde interkommunal, wie etwa beim Bau der Kläranlage in Hachborn oder der Gesamtschule in Heskem-Mölln.

Den Auftrag, diese Denkweise weiter auszubauen und elf Ortsteile zusammenzuführen, bekam vor 40 Jahren Ottmar Wiegand. Als Bürgermeister der ersten zwanzig Jahre sprachen er und sein einst stärkster Widersacher Helmut Nau beim Festakt über die Ursprünge. Wiegand machte deutlich, dass nur mit Investitionen in Neues das Wir-Gefühl wachsen konnte. Servicehof, Kindergartenbus oder das Hallenbad nannte er unter anderem als Errungenschaften aus dieser Zeit. Das Hallenbad bezeichnete er als „Innovation für die gesamte Bevölkerung - ein Angebot für Baby bis Senior“. „Das jährliche Minus dieser Einrichtung war im Vorfeld klar, dennoch würde ich die Entscheidung jederzeit wieder so treffen“, so Wiegand.

Von einer Chance zu neuem Denken und neuen Möglichkeiten wollte Helmut Nau hingegen nichts wissen. Er bezeichnete die Gründung der Großgemeinde als „Vergewaltigung der kommunalen Selbstverwaltung“. Er war damals nicht nur der Gegenkandidat zur Bürgermeisterwahl, sondern auch zwanzig Jahre lang der stärkste Widersacher von Wiegand. Versöhnlich stellte er zum Jubiläum fest: „Die Gemeinde hat die Zwangsehe gut verkraftet und alle vereint.“

Musikalisch begleitet wurde der offizielle Teil des Festes am Freitagabend vom Männerchor sowie vom Chor „Neue Töne“ des Gesangvereins Ebsdorf. Letztere stimmten beispielsweise mit dem Lied „O happy day“ auf ein Sommerfest ein, zu dem sich nach Schätzungen rund 600 Menschen auf dem Gelände des Bürgerzentrums Dreihausen zum Gespräch und Feiern trafen. „Es ist der erste warme Abend seit Wochen“, freute sich Schulz über das passende Wetter zum Fest. Für die Kinder machte ein Seifenblasenkünstler eine Stunde lang Programm. Mit Lichtspielen und einem Feuerwerk endete die Feier.

Tagsüber hatten sich bereits rund hundert Besucher zum Ehrentag der Gemeinde ganz viel Zeit genommen und vor dem Festakt die Gemeindeverwaltung besucht. Dort war „Tag der offenen Tür“. „Ich wollte mal schauen, wo unser Geld hingeht“, sagte Hans Bier aus Wittelsberg. Beeindruckt sprach er von einer „Verwaltungszentrale mit angenehmen Arbeitsplätzen“. „Wo ist das Zimmer vom Bürgermeister?“, das sei eine häufig gestellte Frage der Besucher gewesen, verriet Waltraud Merkel, Sekretärin von Andreas Schulz.

Als kleines Präsent für jeden Besucher hatte die Gemeinde Äpfel mit dem Gemeindelogo und der Aufschrift „40 Jahre Gemeinde Ebsdorfergrund“ fertigen lassen. Dies wurde von vielen als besonders nette Idee bestaunt.

von Martina Becker

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