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Einsatzkräfte rücken 31 Mal aus

Freiwillige Feuerwehr Niederwalgern Einsatzkräfte rücken 31 Mal aus

Die Freiwillige Feuerwehr Niederwalgern wird in diesem Jahr 160 Jahre alt. Das soll groß gefeiert werden. Der Vorstand des Feuerwehrvereins geht personell komplett unverändert in das Festjahr.

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Halten zusammen: der Vorstand und die Wehrführung der Feuerwehr Niederwalgern: Beisitzer
Michael (Ringo) Rink (von links), Schriftführer Roland Teuber, Wehrführer Boris Schmidt, zweite Vorsitzende Annette Teuber, stellvertretender Wehrführer Andre Hoß, Vereinsvorsitzender Heiko Schäfer, Beisitzer Rene Becker, stellvertretender Wehrführer Jan Christoph Morawietz, Kassiererin Maria Bornmann und Beisitzer Michael Albrecht.

Quelle: Ina Tannert

Niederwalgern. Die Wahl des neuen Vorstands während der Jahreshauptversammlung gestaltete sich unproblematisch. Bei der Aufstellung des siebenköpfigen Teams der Vereins­führung bleibt fast alles beim Alten, lediglich zwei Mitglieder tauschten die Plätze: Der bisherige Kassierer Michael Albrecht und die ehemalige Beisitzerin Maria Bornmann, die in seine Fußstapfen tritt.

Heiko Schäfer führt den Verein seit mehr als zehn Jahren. Er wurde nun für eine weitere Amtsperiode gewählt und dankte der Versammlung für das entgegengebrachte Vertrauen. Dem Verein gehe es gut, lobte der Vereinschef, dieser sei mit rund 250 Mitgliedern „eine aktive Größe im Ort“.

Gut aufgestellt sei ebenso die 33-köpfige Einsatzabteilung der Wehr, die im vergangenen Jahr mit 31 Einsätzen so einiges zu tun hatte, erinnerte Wehrführer Boris Schmidt. Über das Jahr hinweg galt es zehn Brände zu löschen, 13 Mal standen Hilfeleistungen auf dem Dienstplan und acht Alarme von Brandmeldeanlagen mussten überprüft werden. Die Einsätze der Wehr gestalteten sich dabei äußerst wechselhaft.

Einer ebenso besonderen wie belastenden Herausforderung stellten sich die Aktiven bereits im Februar mit einem Rettungseinsatz im Wald bei Kehna. Sie halfen den Rettungsdiensten, eine verunglückte Person unter laufender Reanimation rund 700 Meter aus dem Wald zu tragen. Der Patient verstarb später im Klinikum, „trotz größter Anstrengung aller Beteiligten“.

Mehr als 270 Stunden

Darüber hinaus rückte die Truppe alleine im Juni drei Mal zu Bränden in Niederweimar aus, bekämpfte ein Feuer nach Blitzeinschlag, löschte einen brennenden Kleinlaster sowie einen schmorenden Geschirrspüler. Nicht nur Menschen, auch verunglückten Tieren half die Wehr aus einer misslichen Lage, befreite im September eine Kuh, die in eine Jauchegrube gefallen war und per Kran gerettet werden musste.

Der Zeitaufwand aller Einsätze lag bei mehr als 270 Stunden, rechnete der Wehrführer vor. Für die Ausbildung der Kameraden wurden weitere 400 Stunden aufgewendet. Keine kleine Quote, betonte Schmidt, der auf die Bedeutung des freiwilligen Feuerwehrsystems hinwies. Ohne das Ehrenamt wäre ein flächendeckender Brandschutz kaum möglich, der Anspruch im Vergleich zur Berufsfeuerwehr indes kaum spürbar: „Wir machen es freiwillig - an 365 Tagen im Jahr, 24 Stunden am Tag“, fasste Schmidt zusammen. Die Erwartungen an die Freiwilligen sei dabei ebenso hoch wie bei den Profis, „unsere Feuer brennen ebenso heiß, Personen brauchen überall Hilfe“. Um dieses Ziel erreichen zu können, sei eine gute Ausbildung das „einzige Mittel der Wahl“. Das beste Equipment nütze nichts, wenn es die Kräfte nicht bedienen können, motivierte der Abteilungschef zur weiteren Teilnahme am Lehrangebot im Feuerwehrwesen. Auch der Ausbildung des Nachwuchses komme dabei besondere Bedeutung zu. Die Jugendabteilung der Wehr könne sich über 26 Mitglieder freuen. Die erfolgreichen Übungen des Nachwuchses verfolgte die Versammlung über einen Videobericht von Jugendwart Tobias Hach.

In diesem Jahr steht ein besonderes Spektakel auf dem Plan: die Feier zum 160. Vereinsbestehen. Die Feier soll am 17. und 18. Juni diesen Jahres stattfinden. Sie beginnt am Samstagabend mit einem Festkommers, Livemusik und einem Span­ferkelessen. Am Sonntag folgt auf einen Festgottesdienst der traditionelle Frühschoppen samt „Gaudi-Wettkämpfen“ der Festgäste, die bei humorvoll gestalteten Denk- und Geschicklichkeitsspielen gegeneinander antreten werden.

von Ina Tannert

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