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Einfamilienhäuser im Kreis sind begehrt

Trendmeldung vom Immobilienmarkt Einfamilienhäuser im Kreis sind begehrt

Der Traum vom eigenen Haus – im Landkreis wird er beim aktuell niedrigen Zinsniveau für eine wachsende Zahl von Menschen zur Wirklichkeit. 

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Mehr Kaufwillige trotz höherer Preise: Einfamilienhäuser liegen im Trend, Bauplatzverkäufe gehen indes leicht zurück. Auf dem Bild zu sehen ist Wittelsberg.

Quelle: Archivfoto

Marburg. 2016 wurden in den Landkreisen Gießen etwa 6 Prozent, in Marburg-Biedenkopf sogar rund 13 Prozent mehr Einfamilienhäuser verkauft als 2015. In der Stadt Wetzlar verzeichnet das Amt für Bodenmanagement einen Anstieg von etwa 13 Prozent. Herausragend der Lahn-Dill-Kreis – einzig dort gingen die Verkaufszahlen für Einfamilienhäuser zurück und zwar um rund vier Prozent.

85 Prozent der notariell beglaubigten Kaufverträge des zurückliegenden Jahres lägen den Gutachterausschüssen bereits vor, teilt das Amt mit, das gestern seine ersten Auswertungen zum regionalen Immobilienmarkt 2016 vorlegte. Darin berücksichtigt sind neben Marburg-Biedenkopf die Kreise Gießen und Lahn-Dill sowie die Stadt Wetzlar.

Hochrechnungen für 2016 zeigten regional unterschiedliche Entwicklungen. Im Durchschnitt zahlten Käufer von freistehenden Einfamilienhäusern 210.000 Euro für die Immobilie. Das bedeute einen Preisanstieg von insgesamt rund 3,4 Prozent, halten die Gutachter fest.

Häuser gingen kaum weg im Kreis Lahn-Dill, aber dort nahmen die Bauplatzverkäufe deutlich zu. Den Trend liest das Amt für Bodenmanagement an seinem gesamten Zuständigkeitsgebiet – und so sind für diesen Teil Mittelhessens rückläufige Zahlen bei den Bauplatzverkäufen bezeichnend. Vor allem in der Stadt Wetzlar sind laut den Gutachtern im vergangenen Jahr deutlich weniger Bauplätze verkauft worden als in den Vorjahren. Durch den Ausverkauf neuerer Baugebiete sei das Bauplatzangebot im Stadtgebiet Wetzlar inzwischen erheblich reduziert.

Preise für Bauplätze übersteigen Richtwerte

Die Bauplatzpreise lagen den Gutachtern zufolge fünf Prozent über den seit Januar 2016 gültigen Bodenrichtwerten. Ihre Prognose lautet: Wenn die Zinsen niedrig bleiben und das Angebot ausreichend ist, hält die Nachfrage auf den regionalen Immobilienmärkten weiter an. Das Amt für Bodenmanagement kündigt seinen regionalen Immobilienmarktbericht 2017 für den Frühsommer an. Vor der Erstellung werten die Gutachter alle notariell beglaubigten Kaufverträge aus.

In die erste Trendmeldung haben die Fachleute die vorläufigen Jahresmittelwerte 2016 einfließen lassen. Um einen Durchschnittswert zum Verkauf von Einfamilienhäusern  festzustellen, ermitteln die Gutachter ein sogenanntes Referenzobjekt, in diesem Fall ist es ein  freistehendes Einfamilienhaus, 30 Jahre alt, 140 Quadratmeter Wohnfläche und eine Grundstücksgröße von 700 Quadratmetern. Sie kommen so zu dem Ergebnis, dass der Durchschnittspreis für Einfamilienhäuser 2016 bei 210.000 Euro liegt, im Vorjahr waren es noch 203.000 Euro. Im Landkreis kostete das Durchschnittshaus 140.000 Euro.

Für die Preisentwicklung bei Bauplätzen ziehen die Gutachter anhand der Baulandverkäufe einen Vergleich mit dem ­Bodenrichtwert. Aktuell liegt der Verkaufspreis für die Bauplätze den Gutachtern zufolge im Durchschnitt um etwa fünf Prozent über den örtlich variierenden Richtwerten.

 

von Carina Becker-Werner

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