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Einer hofft, einer ist sich schon „völlig sicher“

Ortsumgehung Heskem Einer hofft, einer ist sich schon „völlig sicher“

Darf die Ortsumgehung Heskem wie geplant gebaut werden oder nicht? Die vierte Kammer des Verwaltungsgerichts Gießen soll heute eine Antwort finden.

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Verwaltungsgericht Gießen behandelt die Klage eines Landwirts gegen Bau der Ortsumgehung Heskem.

Quelle: Thorsten Richter

Gießen. Kläger ist ein 44 Jahre alter Nebenerwerbslandwirt aus Cappel, dessen Feld in Heskem durch den Bau der Straße in zwei getrennte Teile durchschnitten würde und der mit den angebotenen Ausweichflächen nicht einverstanden war.

Beklagte ist das Land Hessen, das die Umgehungstraße für Heskem geplant hat und in diesem Jahr mit dem Bau beginnen will.

Der Ausgang der Verhandlung wird mit Spannung erwartet - in Cappel und in Heskem. „Ich wage da keine Prognose, ich muss mich überraschen lassen“, sagte der Landwirt aus Cappel gestern auf Anfrage der OP und hielt sich ansonsten zurück. Über welche Möglichkeiten er nachdenkt, falls seine Klage abgewiesen wird, wollte er gestern nicht ausführen - und auch keine Einschätzung dazu abgeben, für welche der ihm angebotenen Alternativflächen er sich interessieren würde. In der Vergangenheit war er - aufgrund schlechterer Bedingungen für die Bewirtschaftung und niedrigerer Bodenqualität - mit der Auswahl nicht zufrieden.

„Alles spricht dafür, dass die Klage abgewiesen wird“

Einem „guten Ausgang für Heskem und die gesamte Gemeinde Ebsdorfergrund“ sieht Bürgermeister Andreas Schulz entgegen. „Alles spricht dafür, dass die Klage abgewiesen wird“, führte er gestern aus, „ich bin mir völlig sicher, dass die Argumente, die für den Bau der Straße sprechen, zwingend sind.“ Schließlich würden dadurch viele Menschen entlastet - demgegenüber stehe die Klage eines Einzelnen.

Im August 2014 erhob der Landwirt Klage gegen das Land, das in dem Prozess durch das Verkehrsministerium vertreten wird. In seiner Klagebegründung von Ende Mai 2015 macht der 44-Jährige geltend, dass der Straßenbau ihn in seiner Existenz bedrohe - zudem bestünden naturschutzrechtliche Bedenken. Das Land hält entgegen, dass die Planung den „Erfordernissen der Raumordnung“ entspreche und dem Artenschutz gerecht werde. Die Verhandlung beginnt um 10 Uhr im Raum 103, Marburger Straße 4 in Gießen.

 
 

von Carina Becker

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