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Eine Wehr, immer noch so stark wie vor 80 Jahren

Feuerwehr Hachborn Eine Wehr, immer noch so stark wie vor 80 Jahren

Mitreißende Musik kombiniert mit einem klassischen Festprogramm, das schenkte sich die Feuerwehr Hachborn zum 80-jährigen Vereinsbestehen. Zwei Tage lang wurde im vollem Festzelt Party gemacht.

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Die für langjährige Mitgliedschaft oder aktiven Dienst Geehrten der Feuerwehr Hachborn.Fotos: Martina Becker

Hachborn.. Festbesucher, die auf Tischen und Bänken stehend ihre Begeisterung ausleben, hatten die Jubilare im Vorfeld versprochen. Damit waren die Erwartungen an das Fest nicht zu hoch gewesen, denn genau so kam es. Die Gruppe Donau Power brachte an den beiden Veranstaltungstagen Hochstimmung ins Zelt auf dem Festplatz. Ein Hit-Mix aus allen Charts war das Rezept der Musiker aus Ungarn.

Zwischen ihren beiden Auftritten am Samstag und Sonntag lagen noch zwei ruhige, aber nicht minder stimmungsvolle Programmpunkte. Pfarrerin Margret Ortmann und der Posaunenchor der evangelisch-luterischen Kirche machten mit der Gestaltung eines Festgottesdienstes am Sonntagmorgen den Anfang.

In ihrer Predigt würdigte die Pfarrerin den Einsatz der Feuerwehrfrauen und -männer als einen Dienst am Nächsten, die ohne Ansehen der Person und unter Inkaufnahme von Risiken für die eigene Gesundheit geleistet werde.

Bürgermeister Andreas Schulz hob als besonders bemerkenswert hervor, dass die Wehr trotz komplett veränderter Lebensumstände über die Jahrzehnte nie an Stärke eingebüßt habe. Zudem lobte er die herausragende Jugendarbeit im Verein. In Hachborn sind 44 Jungen und Mädchen in der Jugendfeuerwehr aktiv.

Das unterstrich auch Kreisbrandinspektor Lars Schäfer, dem spontan keine Feuerwehr im Landkreis einfiel, die eine solch starke Truppe stellt. Gemeindebrandinspektor Wilfried Eucker dankte den Eltern, die dieses Engagement ihrer Kinder unterstützen.

Die Landtagsabgeordnete Angelika Löber fand, dass die vom Vereinsvorsitzenden Jürgen Schäfer vorgestellte Chronik für sich spreche. Kreisausschussmitglied Sigrid Waldheim betonte, dass die freiwilligen Feuerwehren, die hauptamtlich nicht bezahlbar seien auf eine Unterstützung vom Landkreis vertrauen könnten.

Das wird auch nötig sein, denn Wehrführer Stefan Koch kündigte an, dass die 37 Personen umfassende Einsatzabteilung ein größeres Fahrzeug benötige. Dieses kann allerdings erst angeschafft werden, wenn eine größere Halle zur Verfügung steht. Die Planungen hierfür sind bereits im Gange. Zu klein ist auch der Mannschaftstransportwagen und mehr Platz wird für die Jugendfeuerwehr benötigt. Mehr als nur ein Grund, der für die geplante Erweiterung des im Bürgerhaus untergebrachten Feuerwehrhauses spreche, so Koch.

Der Kommers wurde auch dazu genutzt, die Beförderungen und Ehrungen im Verein vorzunehmen. Dazu gehörte auch die Verleihung der zweithöchsten Auszeichnung im Feuerwehrwesen. Lars Schäfer überreichte dem „Feuerwehrdino“ von Hachborn, Jürgen Schäfer, das Ehrenzeichen am Band für 40-jährige aktive Dienstzeit.

von Martina Becker

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