Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 4 ° Regen

Navigation:
Ein Trick, und FDP ist auch im Vorstand

Niederweimar Ein Trick, und FDP ist auch im Vorstand

Irgendwie darf sich nun auch der ehemalige Bürgermeister von Weimar Volker Muth in Sachen Abwassergebühren bestätigt sehen, denn die Gebühren werden nun doch angehoben.

Voriger Artikel
Nesselbrunn: Ein Amt für jedes Mitglied
Nächster Artikel
Neue Prädikantin fühlt sich in der Kirche daheim

Peter Eidam (links) und Parlamentschef Kurt Barth (rechts) mit Reiner Sauer (von links), Kurz Wenz, Helmut Wenz, Frank Dieffenbach, Stefan Bug und Andreas Tauche.

Quelle: Götz Schaub

Niederweimar. Der neue Bürgermeister Peter Eidam legte die Fakten bereits im Haupt- und Finanzausschuss auf den Tisch und machte unmissverständlich klar: Ohne Gebührenerhöhung sind die Kanalsanierungsarbeiten nicht zu bezahlen.

Das überzeugte nun auch die CDU. Dieses Mal ging es nicht mehr um Summen, die je nach politischer Gesinnung im Haushalt richtig oder falsch verbucht wurden, sondern allein darum, dass nach Volker Muth auch dessen Nachfolger keine andere Lösung präsentieren konnte als eine Gebührenerhöhung. Wie hätte er auch?

„Die Sanierungsarbeiten müssen aus den Gebühren finanziert werden“, so Eidam. Die Aufnahme von Krediten ist kategorisch ausgeschlossen. Während die CDU dieses Mal einlenkte, blieb die FBW hart. Sie ist sich sicher, dass im Haushalt noch schwimmendes Geld vorhanden ist, mit dem man mindestens dieses Jahr noch finanzieren kann. CDU-Mann Heijo Hoß appellierte an die FBW: „Wir werden die Erhöhung mittragen, weil sie notwendig ist. Peter Eidam ist nun der zweite Kämmerer, der uns nichts anderes sagt. Wollen Sie auch ihm kein Vertrauen schenken?“.

Diese Frage beantworteten die vier FBWler mit Fingeraufzeigen bei den Gegenstimmen. Andere Kommunen könnten vielleicht in Tränen ausbrechen, wenn sie hören, worum es in Weimar ging: Für den Kubikmeter Abwasser ohne Fäkalien sollen 1,75 Euro und für den Kubikmeter Abwasser mit Fäkalien 3,50 Euro fällig werden. Angesichts der Tatsache, dass andere Kommunen schon weit über 4 oder gar 5 Euro liegen, sind die Erhöhungen eher „Peanuts“.

Nein, nicht für die FBW. Winfried Laucht erinnerte daran, dass solche Gebührenerhöhungen doch nur wieder diejenigen trifft, die es finanziell schon schwer genug haben: etwa Familien mit vielen Kindern oder Menschen in Mehrgenerationenhäusern. Stefan Bug (Grüne) konterte: „Das Geld, das Sie noch im Haushalt vermuten, liegt schon seit Jahren unter der Erde“ Es sei in die Kanalsanierung geflossen.

von Götz Schaub

Mehr lesen Sie am Samstag in der Printausgabe der OP.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr