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Ein Toter bei Verkehrsunfall

B 255 Ein Toter bei Verkehrsunfall

Schwerer Verkehrsunfall am Dienstagmorgen um kurz nach 8 Uhr auf der B 255 in Höhe der Abfahrt Kehna. Ein Mensch ist dabei gestorben, vier weitere wurden zum Teil schwer verletzt.

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Quelle: Andreas Schmidt

Weimar. Fünf Fahrzeuge waren in den Unfall verwickelt, ein 53 Jahre alter Mann aus dem Lahn-Dill-Kreis wurde tödlich verletzt. Sein Wagen wurde von einem Lkw etwa 100 Meter mitgeschleift. Der Unfall ereignete sich um kurz vor 8 Uhr auf der Bundesstraße 255 in der „Allnaer Senke“ zwischen Oberweimar und der Abfahrt Kehna. Vier Menschen wurden teils schwer verletzt. Der Unfallhergang ist laut Polizeisprecher Martin Ahlich „noch völlig offen.

 

Es gibt keine unbeteiligten Zeugen, die etwas sagen können.“ Fest steht bisher nur, dass der Sattelschlepper in Richtung Gladenbach unterwegs war. Etwa 200 Meter vor der Abfahrt nach Kehna stieß er aus ungeklärter Ursache mit einem blauen Opel Astra Caravan zusammen. Der Lkw schleifte den Astra rund 100 Meter bergab mit, der Fahrer wurde aus dem Fahrzeug geschleudert und verstarb an der Unfallstelle.

Der Fahrer lag tot auf der Straße

Als die rund 30 Einsatzkräfte der Weimarer Feuerwehren an die Unfallstelle kamen, bot sich ihnen ein Trümmerfeld: Drei Autos standen links und rechts der Fahrbahn im Graben, ein weiteres steckte unter dem Lastwagen. Heckklappe, Reifen und weitere Fahrzeugteile lagen auf einer Strecke von gut 100 Metern. Auf der Straße lag zudem der Fahrer des Caravans. für den jede ärztliche Hilfe zu spät kam. „Nach den derzeitigen Ermittlungen und vorbehaltlich der noch ausstehenden medizinischen Bestätigung geht die Polizei davon aus, dass es sich bei dem verstorbenen Autofahrer um einen 53-jährigen Mann aus dem Lahn-Dill-Kreis handelt“, teilt Polizeisprecher Martin Ahlich mit.

Kreisfeuerwehrsprecher Stephan Schienbein erläuterte indes das Vorgehen der Feuerwehr: „Wir haben uns zunächst einen Überblick verschafft und gesichtet, wie viele Verletzte es gab.“ Denn neben dem Lastwagen und dem Astra waren ein weiterer Opel Astra, ein VW-Transporter und ein Audi TT in den Unfall verwickelt. Der Fahrer des silbernen Astra, ein 18 Jahre alter Mann aus Lohra, konnte sich selbst aus seinem Fahrzeug befreien.

Zwei Überlebende mussten befreit werden

Warum der Opel in Richtung Oberweimar nach links von der Straße abkam und in der Böschung stecken blieb, ist unklar. Ebenfalls in Richtung Oberweimar, allerdings in der rechten Böschung, steckte der weiße VW Transporter fest. „Wir haben dem Rettungsdienst assistiert, den Fahrer aus dem Fahrzeug zu holen“, so Schienbein.

Der 53 Jahre alte Mann aus Münzenberg wurde schwer verletzt ins Uni-Klinikum gebracht. Ebenfalls schwer verletzt wurde ein 22 Jahre alter Mann aus Gladenbach, der mit seinem im Frontbereich völlig zerstörten Audi TT in Richtung Oberweimar am rechten Fahrbahnrand stand. Die Feuerwehrleute schnitten ihn aus seinem Fahrzeug. Warum der TT so stark zerstört war, ist laut Polizeisprecher Martin Ahlich ebenfalls noch völlig unklar. Einen schweren Schock erlitt indes der 57 Jahre alte Lkw-Fahrer aus Weinbach.

Sachverständiger soll Unfallhergang erforschen

Auch er wurde ins Uni-Klinikum gebracht. Die Aufklärung des Unfalls wird laut Ahlich „etwa zwei bis drei Wochen dauern.“ Denn so lange benötige der hinzugezogene Sachverständige „für ein belastbares Gutachten. Daher wären alle weiteren Aussagen zur Unfallursache reine Spekulation.“ Auch, wenn es keinen Anhaltspunkt für eine Alkoholisierung gebe, sei vorsorglich eine Blutentnahme bei mehreren der Fahrer angeordnet worden. Zudem wurde ein Polizeihubschrauber hinzugezogen, um maßstabsgetreue Skizzen und Übersichtsaufnahmen anzufertigen. Der Gesamtschaden an den Fahrzeugen beträgt laut Polizei mindestens 27 000 Euro. Die Bundesstraße blieb von 8 Uhr bis in den späten Nachmittag gesperrt, auf den Umleitungsstrecken kam es zu teils erheblichen Behinderungen.

Der 22 Jahre alte Fahrer dieses Audi TT aus Gladenbach wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Warum die Front des TT völlig zerstört wurden, ist laut Polizeisprecher Martin Ahlich noch unklar.

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von Andreas Schmidt

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