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„Ein Praktiker, der vorangeht“

Bundesverdienstkreuz „Ein Praktiker, der vorangeht“

Für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement wurde Erwin Junker aus Ebsdorfergrund-Hachborn gestern mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

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Aus den Händen von Finanzminister Thomas Schäfer (rechts) und Landrätin Kirsten Fründt (links) erhielt Erwin Junker das Bundesverdienstkreuz. Für Lebensgefährtin Elisabeth Koch gab es Blumen.Foto: Heiko Krause

Quelle: Heiko Krause

Marburg. In seiner neuen Heimat hat sich der gebürtige Hinterländer fast 40 Jahre in der Kommunalpolitik Verdienste erworben. In einer Feierstunde in der Kreisverwaltung nahmen Landrätin Kirsten Fründt (SPD) und der hessische Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) die Ehrung vor. „Im Prinzip gibt es keine Organisation, die Sie nicht mitgestaltet haben“, sagte Fründt angesichts der Vielzahl von Ämtern und Wirkungsstätten Erwin Junkers in der ­Gemeinde Ebsdorfergrund.

Politik, Feuerwehr, Partnerschaftsverein, Fußball- und Gesangsverein, überall habe er Spuren hinterlassen. Ohne ehrenamtlichen Einsatz gebe es viele Dinge nicht, so die Landrätin weiter, und der Geehrte sei in dieser Hinsicht immer vorbildlich vorangegangen.

„Es spricht für ihn, dass er das Vertrauen der Menschen für sich gewonnen hat“, würdigte Staatsminister Schäfer. Nur drei Jahre, nachdem er 1963 von Dautphetal-Mornshausen nach Hachborn gezogen sei, hätten ihn die Bürger der damals noch selbstständigen Gemeinde bereits zum Gemeindevertreter gewählt. Er wisse, so Schäfer, dass Zugezogene früher noch mehr als heute, kritischer betrachtet worden seien.

Die hohe Auszeichnung habe Junker mehr als verdient, würdigte Ebsdorfergrunds Bürgermeister Andreas Schulz. Sie sei nun äußeres Zeichen seiner Verdienste. Und das Bundesverdienstkreuz schmücke auch die Gemeinde. Als „Macher, Praktiker und jemanden, der vorangeht“, bezeichnete Schulz den Geehrten. Oft sei er auch gegen den Strom geschwommen und dabei streitbar, aber nicht streitlustig gewesen.

„Du bist ein gelebtes Stück Hachborn“, so Schulz weiter, der unter anderem daran erinnerte, dass Erwin Junker maßgeblich bei der Dorferneuerung mitgewirkt hat und er den Neubau des Bürgerzentrums und die Erneuerung des evangelischen Kindergartens vorangetrieben hat.

Wie Junker in seiner Dankesrede hervorhob, sei sein Vater das große Vorbild für ihn gewesen. Dieser habe in Morns­hausen ebenfalls in vielfältiger Weise ehrenamtlich gewirkt. „Er war für mich der Macher, dem ich nacheifern wollte. Und das scheint gelungen zu sein, sonst stünde ich heute nicht hier.“

Fründt, Schäfer und Schulz strichen heraus, dass die Ehrung natürlich Dank bedeute, zugleich solle sie aber auch Ansporn sein, wenn auch ein bisschen weniger, weiterzumachen. „Er gehört nicht zu den Alten, sondern immer noch zu den ­Aktiven“, so Schulz.

von Heiko Krause

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