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Ein Grund, richtig alt werden zu wollen

Der "GrundTreff" Ein Grund, richtig alt werden zu wollen

Während andere Kommunen über die Nutzung ihrer Bürgerhäuser nachdenken, wird in Ebsdorfergrund Geld für eine lebenswerte Zukunft in die Hand genommen. In Wittelsberg entsteht gerade etwas ganz Tolles für ältere Menschen.

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Bürgermeister Andreas Schulz, Dorothee Born und Heike Schick inspizierten den Baufortschritt des "GrundTreffs".

Quelle: Götz Schaub

Wittelsberg. Keine Angst vor großen Summen ist eine Grundvoraussetzung, dass sich in der Gemeinde Ebsdorfergrund immer etwas tut. Im Zuge der Umbauten der Bürgerhäuser zu Einrichtungen mit bestimmten Schwerpunkten, entsteht in Wittelsberg gerade der „GrundTreff“. Ein fast schon zu banaler Name für das, was er bald in die Bevölkerung tragen soll, nämlich gebündelt hochwertige Angebote für ältere Menschen, die sich gerne treffen, spielen, informieren, Neues lernen, sich unterhalten und aktiv für sich und andere sein wollen.

Dazu wurde und wird das Bürgerhaus Wittelsberg für 750.000 Euro umgestaltet, die Außenanlagen komplett neu gestaltet. Für die Statistiker sagt Bürgermeister Andreas Schulz: „150.000 Euro kommen als Zuschuss vom Land Hessen, 162.000 Euro aus dem Dorferneuerungsprogramm. Den Rest finanziert die Gemeinde.“

Das Angebot an die Zielgruppen anpassen

Und die Gemeinde „verpflichtete“ eine neue Mitspielerin, nämlich Dorothee Born. Sie ist mit der Leitung der Geschäftsstelle „GrundTreff“ betraut. „Der Grundgedanke ist der, Menschen mit Zeit nicht mit dieser alleine zu lassen“, sagt sie. Und weiter: „Wir wollen die Angebote langsam und nach den Bedürfnissen der Zielgruppe entwickeln, nicht einfach an ihr vorbei. Dazu haben wir aber auch schon 15 Institutionen und Gruppen, die uns gerne dabei unterstützen wollen.“

Heike Schick, Seniorenbeauftragte der Gemeinde, freut sich über die große Resonanz und sagt: „Wir wollen in diesem Zuge auch die Treffpunkte der Volkshochschule neu beleben, die künftig alle hier stattfinden werden.“ Dorothee Born sagt: „Wir machen Angebote und nehmen Ideen auf. Nichts ist in Stein gemeißelt, wir werden in der Steuerungsgruppe im Gespräch bleiben, was ankommt, was nicht, was ausgebaut, was verändert werden soll.“

Für Bürger, die nicht mehr mobil sind, wird es Fahrdienste geben. Dazu werden die Kindergartenbusse eingesetzt. Für März und April sind schon zahlreiche Angebote fix: Krimilesung, Erste-Hilfe-Kurs, Kochgruppe, offener Frühstückstreff, Erzählcafé „Mer schwätze platt“, Sitzgymnastik, „Kunst im Grund“ mit dem Bürgerhilfeverein, Fachberatungen beispielsweise vom Verein Forum Betreuung oder vom VdK Hachborn und VdK Ebsdorfergund.

Ein neuer gemütlicher Wintergarten

Im Bürgerhaus entsteht in einem neuen angebauten Raum ein gemütlicher Wintergarten, draußen eine riesige Freifläche zum Sitzen, Boule und Schach spielen und gar zur körperlichen Ertüchtigung an diversen Sportgeräten. Die Mehrzweckhalle ist räumlich vom Bürgerhaus abgetrennt und bleibt in ihrer Form und Nutzung erhalten.

Einen ersten Eindruck dürfen sich alle Interessierten egal welchen Alters am Samstag, 27. Februar, zum Tag der offenen Tür verschaffen. Dann steht das umgestaltetete Bürgerhaus als „GrundTreff“ von 11 bis 17 Uhr zur Besichtigung bereit.

Bereits am Mittwoch 17. Februar, wird der „GrundTreff“ ab 19 Uhr Veranstaltungsort für den Neujahrsempfang mit Festredner Dr. Henning Scherf aus Bremen sein. Er spricht über alternative Wohnformen.

 
Zur Person
Dorothee Born ist 41 Jahre alt, verheiratet, Mutter von zwei Kindern. Sie ist gelernte Krankenschwester und Diplom-Informationswirtin. Sie zieht samt Familie in die Gemeinde Ebsdorfergrund. Sie war zuletzt in Frankfurt an einem Krankenhaus in der Unternehmensorganisation mit der Projektleitung beauftragt.

Götz Schaub

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