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Ein Geldregen für die Infrastruktur

16 Millionen in drei Jahren Ein Geldregen für die Infrastruktur

Die Feuerwehr Dreihausen profitiert schon im kommenden Jahr - für insgesamt 1,5 Millionen Euro erweitert die Gemeinde das Gerätehaus. Für die nächsten drei Jahre sind weitere Bauprojekte vorgesehen.

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Mit insgesamt 1,5 Millionen Euro rüstet die Gemeinde Ebsdorfergrund bei der Feuerwehr in Dreihausen auf. Kleines Foto: Neues Dach, neue Fassade – eine Millionen Euro fließen im kommenden Jahr ins Grundbad.

Quelle: Patricia Graehling

Dreihausen. Nach der Dreihäuser Wehr ist die größte Investition dabei fürs Grundbad in Heskem vorgesehen. Die Gemeinde lässt im kommenden Jahr für eine Millionen Euro das Dach und die Fassade erneuern. Annähernd die gleiche Summe (956.000 Euro) fließt in den Kauf von unbebautem Gelände. Die Gemeinde legt in Heskem Flächen fürs Gewerbegebiet an.

„Wir wollen nicht investieren, indem wir neue Schulden machen“, sagt Ebsdorfergrund-Bürgermeister Andreas Schulz (SPD), der froh darüber ist, dass die Gemeinde in den zurückliegenden 20 Jahren kontinuierlich von ihrem Schuldenberg heruntergekommen ist. In diesem Jahr leistete die Kommune eine Sondertilgung von 800.000 Euro. „Bleiben zum Jahresende noch zwei Millionen Euro an Schulden, die wir zu tilgen haben“, führt Schulz aus. In acht Jahren dann sei der Grund schuldenfrei, „eher geht‘s nicht, wegen der alten Zinsfestschreibungen - wir zahlen bis 2024 ab“.

Den noch verbliebenen Schulden stehen 8,5 Millionen Euro gegenüber, die die Gemeinde „auf der hohen Kante hat“, erklärt Schulz. „Wir sind sogar in der Lage, selbst Darlehen zu vergeben, wie etwa gegenüber dem Land Hessen für den Ortsumgehungsbau in Heskem.“ Neben Feuerwehr, Schwimmbad und Grundstückserwerb sieht die Gemeinde weitere Investitionen vor und hält sie in den kommunalen Finanzplänen für die Jahre bis 2019 auch schon fest.

Neue Bauplätze in der Gemeinde

Weitere dicke Batzen machen dabei die Vorfinanzierung der Ortsumgehung Heskem mit gut einer Millionen Euro aus und der Musikergarten Ebsdorf mit 450000 Euro.

Vergleichsweise kleinere Summen sind für Kinderspielplätze (jährlich jeweils 10.000 Euro) und Straßen- sowie Gehwegsanierung vorgesehen (jährlich 100.000 Euro). Zu den 8,5 Millionen Euro „auf der hohen Kante“ kommen laut Schulz nochmals 2,8 Millionen Euro aus Haushaltsausgabe-Resten dazu - außerdem drei Millionen Euro, die durch öffentlich-private Partnerschaft bei der Schaffung von Neubaugebieten zur Verfügung stehen.

So können durch die Beteiligung von Baufirmen neue Bauplätze für Zuzug in der Gemeinde entstehen: in Ebsdorf, in Dreihausen, in Rauischholzhausen und in Heskem-Mölln. Alles zusammengenommen landet die Kommune für die Jahre 2017 bis 2019 bei einer vorläufigen Investitionssumme von 16,3 Millionen Euro, rechnet Schulz vor. Fest eingeplant sind zwei Millionen Euro, die als Zuschüsse für Bauprojekte bewilligt wurden.

Über weitere Investitionen in die Infrastruktur müsse das Parlament noch entscheiden, sagt Schulz und nennt den Ausbau des Busbahnhofs Heskem sowie die Sanierung der Mehrzweckhalle Leidenhofen als Beispiele.

von Carina Becker-Werner

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