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Ein Fußballplatz, „hart wie Beton“

SC Roth/Argenstein Ein Fußballplatz, „hart wie Beton“

Offene Fragen bei der Jahreshauptversammlung des Sport-Clubs 1945 Roth/Argenstein: die Vereinskasse ist saniert. Das kann man vom örtlichen Hartplatz dagegen nicht behaupten.

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Der wiedergewählte Vorstand des SC Roth-Argenstein mit (von links) Jugendleiter Frank Gombert, Kassierer Reinhard Schomber,
1. Vorsitzender Thomas Wittmann, Schriftführerin Gisela Konsinowski und 2. Vorsitzender Jörn Kaletsch.Foto: Ina Tannert

Roth. Die rund 350 Mitglieder des SC Roth-Argenstein freuen sich über einen neuen Aufschwung, finanziell und auch in der Vereinsverwaltung. Anfang vergangenen Jahres überarbeitete der Vorstand die Vereinsorganisation und trennte diese in zwei Bereiche auf: Die Vereinigung setzt sich nun übersichtlicher aus den beiden Abteilungen SC-Fußball und SC-Gymnastik zusammen.

Letztere bietet zur Zeit vier verschiedene Gymnastikkurse sowie Wirbelsäulentraining und einen sehr beliebte Zumba-Kurs an. Dieser wurde erst kürzlich ins Programm aufgenommen und ist regelmäßig ausgebucht, ebenso wie die vereinsinterne Showtanzgruppe „Blue-Whites“, lobte Schriftführerin Gisela Konsinowski.

Um die bis vor kurzem noch stark angegriffene Vereinskasse zu schonen, wurden im Jahr 2013 zudem keine großen Investitionen getätigt. So konnte der Verein nun einen beachtlichen Gewinn erzielen.

Insbesondere die Vermietung des Rasenplatzes und des modernen Sportheims lief noch nie so gut wie im letzten Jahr, freute sich Vorsitzender Thomas Wittmann. Auch für dieses Jahr erwartet der Verein eine sehr gute Auslastung der angebotenen Flächen. Während der Versammlung ehrte der SC den Jubilar Alfred Fuchs für 50 Jahre Vereinsmitgliedschaft. Aus diesem Anlass gab es traditionell eine echt hessische Rote Wurst im Vereinsbecher für das ehemalige Vorstandsmitglied.

Schnelle Lösung für Hartplatz

Bei den Vorstandswahlen wurde der bisherige Vorstand komplett wiedergewählt. Thomas Wittmann bleibt, mittlerweile im 24. Jahr, als Vorsitzender an der Spitze des Vereins.

Im Anschluss stellte Wittmann ein spezielles Thema zur Diskussion: der in die Jahre gekommene örtliche Hartplatz befindet sich in einem katastrophalen Zustand. Die stark verdichtete Fläche sei mittlerweile hart wie Beton und „nicht mehr fußballtauglich“. Der Verein wünscht sich eine umfangreiche Wiederherstellung des Gemeindeplatzes, den die FSG Südkreis bisher regelmäßig nutzt und damit auch die dort integrierten Fußballer des SC. „Wenn wir weiter Fußball spielen wollen, müssen wir etwas tun“, betonte Wittmann. Eine erneute Sanierung der Fläche ist kaum mehr möglich, eine Runderneuerung würde etwa 200000 Euro kosten, vermutet der Vorstand.

Das Thema führte zu einer angeregten Debatte zwischen den Vereinsmitgliedern. Viel Zeit bleibt nicht mehr um eine schnelle Lösung zu finden: ab Herbst nutzen die Spieler witterungsbedingt wieder die Hartplätze. Auch Walter Lemmer, Vorsitzender des FSG Südkreis, beteiligte sich an der Diskussion. Seine Idee: Aufgrund des hohen Zeitdrucks sollten alle Beteiligten einen Arbeitskreis bilden, um eine kurzfristige Alternative zu finden. Später könne man über langfristige Optionen nachdenken. Aber auch eine Aufgabe des maroden Platzes schloss er nicht aus. Der Verein wird das Thema weiterhin fokussieren, mehr Informationen sammeln und über mögliche Handlungsoptionen beraten.

von Ina Tannert

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