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Ein Füllhorn heimischen Kulturguts

Kultur in der Region Ein Füllhorn heimischen Kulturguts

Paartanz, eine Mundartgeschichte und ganz unterschiedliche Musikdarbietungen vermittelten am Samstagabend im Musik- und Kulturhaus knapp drei Stunden lang einen abwechslungsreichen Einblick in das kulturelle Angebot unserer Region.

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Links: Heike Hilberg und Reinhold Lange von der Tanzsportgemeinschaft Marburg führten Standardtänze vom Walzer bis zum Tango vor. Oben: Der Chor N-Joy Niederwalgern sang mitreißende Gospels. Bei „Yakanaka Vhangeri“ sang Matthias Heuser, der sonst vom Klav

Niederwalgern. Der „Förderkreis Kultur in der Region“, der 2013 sein zehnjähriges Bestehen feiert, hatte zum jährlichen Kulturabend eingeladen. Dem Förderkreis gehören 100 Mitglieder an, davon sind ein Drittel Vereine mit zusammen etwa 5000 Mitgliedern. Somit kann immer nur ein kleiner Ausschnitt dieser Vielfalt präsentiert werden.

Heidelore Kunz-Schmidt und Matthias Heuser hatten eigentlich gemeinsam durch das Programm führen und sich mit mehreren Gesangstiteln präsentieren sollen. Krankheitsbedingt musste Heuser die Moderation alleine übernehmen, die Duette entfielen. Er begrüßte zu Beginn alle Teilnehmer des Abends musikalisch am Flügel mit jeweils einem kleinen Reim.

Der Chor „Intakt Sichertshausen“ eröffnete das Programm mit modernen Liedvorträgen wie Axel Fischers „Amsterdam“ und erntete viel Beifall. Wie elegant man sich, trotz eigentlich zu kleiner Tanzfläche, zu Walzer, Tango oder im Slowfox bewegen kann, führten Heike Hilberg und Reinhold Lange von der Tanzsportgemeinschaft Marburg vor.

Die Verbindung von Bewegungen und Gesang zu Popmusik zeigten die „Vocalstimmen“ Gesamtschule Niederwalgern (GSN).

„Musikzug klingt so ein bisschen altbacken, davon wollen wir ein wenig wegkommen“, kündigte Dirigent Steffen Karber zu Beginn des Auftritts des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Weidenhausen an. Das bekamen die Besucher zu hören: mitreißend interpretierten die etwa 30 Musiker die sinfonische Rockouvertüre „Stockholm Waterfestival“ von Luigi di Ghisallo. Eifrig forderten die Zuhörer eine Zugabe. „Damit die Volksmusikfreunde merken, dass wir das auch können“, so Karber, gab es noch eine tschechische Polka. Am 18. November um 15 Uhr gibt der Musikzug an gleichem Ort ein Herbstkonzert.

Nach der Pause sang der von Matthias Heuser geleitete Niederwalgerner Chor N-Joy mitreißende Gospels. Beim sehr schwungvoll choreographierten südafrikanischen Yakanaka Vhangeri sang auch Heuser mit. Bei „I call on your name“ spielte Astrid Schwartz Geige, Solistin war Celina Weller.

Die Maulorgelspieler aus Marburg-Ockershausen brachten mit ihren Volksliedern und alten Schlagern den ganzen Saal zum Mitsingen. Schon Tradition ist es, dass der Vorsitzende des Förderkreises, Hans Heinrich Heuser, einen Mundartvortrag hält. Mit der Geschichte „Der Wurschtsuppegoast“ über einen Städter, der sich auf dem Land durch- und dabei überfrisst, brachte er die Zuhörer zum Lachen.

Auch Christian Gömpel musste seinen Auftritt allein bestreiten, da Partnerin Anna Stach erkrankt war. Solo begeisterte er nach Liedermacherart mit Bluessongs, Liedern wie „Über sieben Brücken musst du gehen“ und „Always look on the bright side of life“ aus Monty Python‘s Film „Life of Brian“. Mit diesem Auftritt endete ein Abend voller ganz unterschiedlicher Höhepunkte und der (wieder einmal) bekräftigten Erkenntnis, in einer kulturell reichen Region zu leben.

von Manfred Schubert

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