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Ein Fest zum Kennenlernen

Flüchtlinge bedanken sich Ein Fest zum Kennenlernen

Ehrenamtliche Helfer, 
Besucher und Flüchtlinge feierten zusammen ein tolles Kennenlernfest
auf „Paleshof“ in Oberweimar.

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Ein vielfaltiges Buffet: Die Flüchtlinge haben zum Kennenlernfest leckere Speisen aus ihrer Heimat zubereitet.

Quelle: Ingrid Lang

Oberweimar. Bei freundlichem Herbstwetter kamen mehr als hundert Besucher auf „Paleshof“, um die Flüchtlinge willkommen zu heißen. In den drei Häusern, zu denen der Paleshof, das alte Pfarrhaus und das ehemalige Jugendheim gehören, leben insgesamt 57 Flüchtlinge aus Pakistan, Afghanistan, Eritrea, Syrien, Iran, Sudan und Palästina. Sie versorgen sich selbst und führen auch ihren Haushalt.

Eröffnet wurde das Willkommensfest vom ersten Kreisbeigeordneten Marian Zachow. „Es war eine große Aufgabe, in Oberweimar Flüchtlinge unterzubringen“, betonte Zachow. Mittlerweile wurden den Einheimischen aber die Ängste genommen und über 60 Helfer engagieren sich für die Flüchtlinge, und die Bewohner gehen auch auf sie zu.

Das herzliche Miteinander war auch auf dem Fest zu spüren. Freunde, Bekannte und Nachbarn stellten ein großes Buffet zusammen. Auch die Flüchtlinge haben ihren Teil dazu beigetragen und leckeres Essen aus ihrer Heimat serviert. Beeindruckt zeigte sich auch Bürgermeister Peter Eidam, dass „Alt- und Neu-Oberweimarer“ das Leben gemeinsam gestalten. „Hier wurde Unglaubliches geleistet“, sagte der Bürgermeister und richtete seinen Dank vor allem an Werner Knobloch mit seinem Helferteam sowie an Rosemarie Knierim, die als Sozialpädagogin vor Ort wirkt.

„Es ist besser als erwartet – unser Traum war Deutschland“

Sehr gut funktioniere auch die Zusammenarbeit zwischen der Kommune und dem Landkreis, betonte Kreistagsvorsitzender Detlef Ruffert, dem auch Zachow sowie Eidam zustimmten. Gemeinsam fordern sie die Bürger auf: „Macht bitte weiter so.“ Ruffert ist sich sicher, „die Oberweimarer können das“. Knobloch fügte hinzu: „Ich bin stolz auf das Team, das Herausragendes geleistet hat.“ Der größte Dank geht aber an die Firma Media-Learn um Dr. Bringfried Müller. Er ermöglichte, dass die Flüchtlinge in den drei Häusern in Oberweimar untergebracht wurden und hat die Kosten für den Umbau übernommen.

Khalil Akmad dankte allen für die herzliche Aufnahme in Oberweimar: „Es ist besser als erwartet – unser Traum war Deutschland.“ Er ruft aber auch zu einer Schweigeminute auf, für alle, die es nicht geschafft haben zu flüchten. Viele der Einheimischen sind gerührt über die Worte von Khalil. Er betonte nochmal: „Wir haben nichts zu bieten außer ein Danke und ein paar Blumen.“ Als Übersetzer fungierte Zaher Swaid.

Im Anschluss ließen sich die ehrenamtlichen Helfer, die Besucher und die Flüchtlinge gemeinsam das leckere Essen schmecken, gingen aufeinander zu und plauderten miteinander. Die Kinder konnten sich den ganzen Nachmittag über auf einer Hüpfburg austoben. Die Besucher konnten außerdem das neue Zuhause der Flüchtlinge in Augenschein nehmen und ihre Kontakte vertiefen.

von Ingrid Lang

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