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„Wir sind so stark wie lange nicht mehr“

Wehr besteht seit 80 Jahren „Wir sind so stark wie lange nicht mehr“

Vor 80 Jahren wurde die Freiwillige Feuerwehr Roßberg ins Leben gerufen. Den runden Geburtstag begehen die Einsatzkräfte mit einem zweitägigen Volksfest. Ortsvorsteher Werner Böckler freut sich über Einsatzbereitschaft

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Ihr 80-jähriges Bestehen feiert die Feuerwehr Roßberg Mitte Juni.

Quelle: Ina Tannert

Roßberg. Innerhalb von acht Jahrzehnten entwickelte sich die Roßberger Feuerwehr von einer schlecht untergebrachten Mini-Truppe zu einer mitgliederstarken Abteilung ohne Nachwuchssorgen.

Gegründet wurde die Wehr 1937 mit nur sieben Mitgliedern. Wie aus der Dorfchronik von 1987 hervor geht, hatte die Truppe in den Anfangsjahren im eigenen Ort nur wenig zu tun. Bis auf „kleinere Schwel- und Zimmerbrände“ und einen Großbrand in einem Stall blieb Roßberg von größeren Katastrophen verschont.

Es begann in der „Feuerwehr-Garage“

Aktiver war die Wehr dagegen außerhalb, musste „ihre Einsatzbereitschaft und Schlagkraft in Nachbarorten und bei Einsatzübungen unter Beweis stellen“, erwähnt der damalige Ortsvorsteher Werner Eißner in der Chronik. Bis zum Jahr 1950 wurde noch mit einer handbetriebenen Spritze und hohem Kraftaufwand gearbeitet. Mit der Anschaffung einer Motorspritze und einer Zisterne Mitte des 20. Jahrhunderts konnte die Effektivität der Brandbekämpfung deutlich erhöht werden.

Mit dem Bau des Dorfgemeinschaftshauses, samt angeschlossenem Feuerwehrgerätehaus im Jahr 1970 bis 1971, erhielt die wachsende Truppe ein neues Zuhause und ihr erstes Einsatzfahrzeug. Zuvor trafen sich die Mitglieder mangels Alternative „in einer kleinen Feuerwehr-Garage – es war wirklich eng“, berichtet Ortsvorsteher und früherer Wehrführer Werner Böckler.

Einsatzabteilung hat sich fast verdoppelt

Ende der 1980er-Jahre ging mit der Erweiterung des Gerätehauses, samt Unterrichtsräumen für die 1973 gegründete Jugendfeuerwehr, „ein lange gehegter Wunsch“ in Erfüllung. Vor rund sieben Jahren erfolgte der Anbau eines Jugendraums.

Auch wenn die Jugendabteilung der Wehr derzeit auf Eis liegt und seit einigen Jahren nicht mehr aktiv ist, macht sich die Einsatzabteilung wenig Sorgen um Nachwuchs. Mit 19 Aktiven ist die Wehr der kleinen Ortschaft derzeit gut aufgestellt. Mehrere Quereinsteiger und Zugezogene schlossen sich den Aktiven an. In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Einsatzabteilung somit fast verdoppelt. „Wir sind so stark wie lange nicht mehr“, lobt Werner Böckler. Gespannt blickt die Truppe in die Zukunft, erwartet in den nächsten Jahren einen Ersatz für das in die Jahre gekommene Einsatzfahrzeug. Wann das kommt, steht noch in den Sternen.

Festprogramm

Mittwoch, 14. Juni: ab 19 Uhr treten „Die Rosshäuser“ auf, ab 21 Uhr spielen die „Trenkwalder“ auf dem Roßberger Festplatz.
Donnerstag, 15. Juni: ab 11 Uhr Frühschoppen mit den „Rosshäusern“.

Zuvor steht jedoch das große Jubiläumsfest auf dem Programm. Rund um Fronleichnam feiert die Feuerwehr ihr 80-jähriges Bestehen mit einem Volksfest im 50 Meter großen Festzelt neben dem Feuerwehrhaus. Für das Jubiläum wurde die Tiroler Band „Trenkwalder“ engagiert, die am 14. Juni ab 21 Uhr auf dem Festplatz mit moderner Volksmusik den Ton angeben wird. Zuvor spielen „Die Rosshäuser“ ab 19 Uhr. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Parkplätze sind rar, daher wird es ab 18.30 Uhr einen Shuttleservice vom Werk II in Dreihausen nach Roßberg geben, vor und nach dem Konzert.

Die Wehr erwartet ein volles Festzelt, einige Tickets stehen aber noch zur Verfügung, berichtet Yann Möller vom Festausschuss. Für das leibliche Wohl sorgen ein Grill- und Burgerstand. Auch einen VIP-Bereich soll es geben, auf einem Podest mit gutem Blick auf die  Bühne und „All-you-can-drink“-Angebot. Am Donnerstag, 15. Juni, wird weitergefeiert: Ab 11 Uhr findet ein zünftiger Frühschoppen auf dem Festgelände statt, zu dem ebenfalls „Die Rosshäuser“ aufspielen.

von Ina Tannert

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