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Projektchor startet nach den Sommerferien

Musik in Ebsdorfergrund Projektchor startet nach den Sommerferien

Die Gesangvereine in der Gemeinde bieten ab dem 17. August eine gemeinsame Singstunde an.

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Bürgermeister Andreas Schulz (von links) und Irike Seiler vom Fachdienst Soziales organisierten als Schirmherren die Gründungsveranstaltung des Grundchores zusammen mit den Vertretern der interessierten Gesangvereine. Am Klavier die neue Chorleiterin Karin Linker.

Quelle: Marcus Hergenhan

Wittelsberg. Gab es früher in den meisten kleineren Gemeinden neben dem Gesangverein nur noch Fußball- oder Wandervereine, ist das Angebot heute bedeutend größer. Daher ­haben immer mehr Gesangvereine große Mühe, genügend Mitglieder zu finden und überhaupt noch einen vollständigen Chor zu stellen, müssen die Anzahl der Stimmen reduzieren, oder sind gar nicht mehr „singfähig“.

Um diesem Trend entgegenzuwirken, soll im Grundtreff in Ebsdorfergrund am 17. August ein Projektchor gegründet werden, der sich aus singbegeisterten Mitgliedern aller Ortsteile zusammenfügen soll. „In diesem ,Grundchor‘ können alle mitmachen, die Lust aufs Singen haben, aber direkt vor Ort kein ausreichendes Angebot mehr vorfinden“, sagte Bürgermeister­ Andreas Schulz bei der Gründungsveranstaltung am vergangenen Donnerstag. „Wir haben in unseren 11 Ortsteilen 10 Gesangvereine, aber nur vier Dörfer haben noch singfähige Chöre. Wir wollen den Menschen vor Ort, die teilweise seit 40 Jahren singen, weiterhin ein Angebot ermöglichen,“ erklärte Schulz.

Karin Linker leitet den neuen Projektchor

Ab dem 17. August, soll dann je nach Bedarf wöchentlich oder zweiwöchentlich, von 20 Uhr an 45 Minuten gesungen werden. Im Rahmen der Gründung stellte sich auch die neue Chorleiterin, Karin Linker, aus Homberg/Ohm vor. „Ich arbeite nun seit 15 Jahren freiberuflich als Musiklehrerin und unterrichte unter anderem Klavier und Blockflöte im Grundschulalter. Jetzt freue ich mich auf diese Aufgabe und viele interessierte Sängerinnen und vor allem Sänger, denn gerade Herren sind ja oft etwas rar.“ Linker leitet außerdem den Kirchenchor in Niederwald, der kürzlich 70-jähriges Jubiläum feierte.

Die Kosten des neuen Chors wird im ersten Jahr die Gemeinde übernehmen, langfristig soll sich das Projekt aber selbst tragen. Zum Repertoire sollen zunächst deutsche Lieder zählen. Grundsätzlich gebe es neben Volksliedern aber bei Interesse auch die Option, moderne Musik oder Gospel mit aufzunehmen.

Bislang gehen die Organisatoren von rund 30 Mitgliedern aus, so dass auch vierstimmig gesungen werden könnte.­ „Je mehr desto besser,“ stellte­ Schulz fest und fügte hinzu: „Für alle, die nicht mobil sind, bieten wir auch kostenlos das Grundtaxi an den Dienstagabenden an, wobei die Fahrten am ersten Termin organisiert werden.“

von Marcus Hergenhan

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