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Ein Mekka für Oldtimerfans

Old- und Youngtimertreffen Dreihausen Ein Mekka für Oldtimerfans

Die Begeisterung für Oldtimer scheint in Dreihausen ungebrochen – von einem verregneten Wochenende ließen sich Tausende Besucher und Tüftler den Spaß an Oldies und Show-Cars nicht vermiesen.

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Wunderschöne und ungewöhnliche Autos waren am Wochenende beim Old- und Youngtimertreffen Dreihausen zu bestaunen.

Quelle: Ina Tannert

Dreihausen. Drei Tage lang verwandelte sich das Gelände von Werk II zum sechsten Old- und Youngtimertfestival in ein Mekka für Autofans. Rund 4 500 Besucher unternahmen eine Zeitreise in die Automobilgeschichte. Das wechselhafte Wetter sorgte in diesem Jahr zwar für weniger Resonanz als gewohnt, der Stimmung während der Spießerblech-Carnight am Freitag tat dies kaum Abbruch. Gut gefüllt war das Festzelt auch zur großen Party mit Livemusik am Samstag.

Am größtenteils sonnigen Sonntag zog es umso mehr Besucher auf das Gelände. Die nutzten die Gelegenheit zum Fachsimpeln und zum Blick unter die Hauben von rund 650 aufwendig restaurierten Oldies. Für wohl jedes Liebhaberherz war etwas dabei. Von sportlichen Großformaten in allen Farben und Formen über gepflegte Klassiker aus knapp 100 Jahren Fahrzeugkultur bis hin zu Unikaten mit Show-Effekt.

Neu im Programm war eine Fahrzeugvorstellung via Mikrofon, die gut bei den Gästen ankam. Eine Besuchertraube wartete am Eingang des Geländes auf das Eintreffen der Teilnehmer: Jede neue Karosse wurde gebührend begrüßt und mit einem lockeren Schwank aus der Vergangenheit vorgestellt.

Am Wochenende fand das große Old- und Youngtimerfestival in Dreihausen statt.

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Unter anderem rückte Peter Kreißl mit einem voll restaurierten Renault 4 CV aus dem Jahr 1958 an. Einen solchen Wagen fuhr der Autofan bereits mit 18 Jahren, musste das gute Stück schließlich schweren Herzens verschrotten. Nun im Rentenalter erfüllte er sich diesen Traum von Neuem. „Das ist wie eine zweite Chance und einfach mein Lieblingsauto, eben mein Schätzchen“, schwärmte der Senior mit einem Lachen. Auch ein Hingucker und eines der älteren Modelle war ein eleganter Citroën ACA mit Corvette-Motor aus dem Jahr 1928, der schwarz in der Sonne glänzte.

Ost-Nostalgie versprühten auffallend viele Trabis, die die Trabantfreunde Mittelhessen mitgebracht hatten. „Das sind einfach Autos mit Geschichte und dabei mit so einfacher Technik, man kann alles selber machen“, erzählte Vereinsgründer Tobias Te Kamp. Nostalgie ist Pflichtprogramm bei seinem Trabi – selbst die Sitzkissen und einige Stofftiere, die stets mitfahren, sind original DDR-Zeit.

In direkter Nachbarschaft sorgten mehrere herausgeputzte Klassiker von Dodge, die weithin hörbar auf dem durchnässten Platz um die Wette brummten, für Begeisterung der Fans.
Dutzende freiwillige Helfer der Vereinsgemeinschaft Dreihausen hatten das Wochenende über alle Hände voll zu tun, dem Regen zu trotzen und das Gelände fahrtauglich zu halten. „Wir sind zufrieden, der Sonntag hat einiges wieder gut gemacht, die Stimmung war super“, fasste Ortsvorsteher Lothar Heidt zusammen.

Große Resonanz löste die traditionelle Tombola am Sonntag aus. Der Hauptpreis, ein voll restauriertes Golf 1 Cabrio aus dem Jahr 1991, ging an Matthias Forster aus Dreihausen.

von Ina Tannert

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