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Mehr Geld für die Dorfbegrünung

Dorferneuerung Wittelsberg Mehr Geld für die Dorfbegrünung

Die Dorferneuerung in Wittelsberg nähert sich dem Ende. Ein Abschlussfest ist für Sommer 2018 geplant. Doch es gibt auch weiterhin einiges im Dorf zu tun.

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Der Kirchberg mit Kirche und Warte ist das Wahrzeichen des Ortes im Ebsdorfer Grund.

Quelle: Archivfoto: Thorsten Richter

Wittelsberg. Bis auf ein verbleibendes großes Projekt sind alle Arbeiten der Dorferneuerung in Wittelsberg abgeschlossen (die OP berichtete). Von den 886.000 Euro, die zur Verfügung standen, sind 718.000 Euro bereits ausgegeben. Die restlichen 168.000 Euro sollen für die Dorfbegrünung sowie einen Imagefilm oder eine Broschüre zu Wittelsberg benutzt werden.

Bei der vergangenen Sitzung des Arbeitskreises zur Dorferneuerung freute sich Bürgermeister Andreas Schulz verkünden zu können, dass für die anstehende Begrünung im Ort drei weitere Projekte mitaufgenommen werden. Diese standen zwar ursprünglich auf der Wunschliste, wurden dann aber doch hinten angestellt. „Lieber wenige Punkte richtig“, lautete die Prämisse. Da bisher jedoch weniger Geld ausgegeben wurde als geplant, stehen nun insgesamt 160 000 Euro für acht Begrünungsprojekte zur Verfügung.

Mehr Parkplätze unterhalb des Kirchbergs

Hinzu kommen die Sanierung der sogenannten „Moischter Mauer“ am Ortsausgang Richtung Moischt. „Die Mauer muss so wieder hergerichtet werden, wie zu dem Zeitpunkt als sie gebaut wurde“, bekräftigte Schulz. Außerdem soll vor der Grundschule statt des Betonkübels eine Pflanzfläche entstehen und die beiden Parkstände neu asphaltiert werden.

Mit größeren Durchforstungsarbeiten wollen die Wittelsberger die Fläche unterhalb des Kirchbergs wieder aufwerten. Somit werden nach oben hin weitere Parkplätze entstehen, die auf Wunsch der Sitzungsbeteiligten mit Rasengittersteinen befestigt werden. Der Kirchberg soll auch nach der Dorferneuerung weiterhin freigelegt werden, versprach Bürgermeister Schulz. So sollen Ausgleichszahlungen vom Regierungspräsidium wegen der Windräder in Roßdorf dafür verwendet werden, außerdem soll die Beweidung von Ziegen- und Schafhirten eine erneute Zuwucherung verhindern.

Ein Projekt, das außerhalb der Dorferneuerung finanziert wurde, ist der Jugendclub, der nach acht Jahren Vakanz vor drei Monaten im Untergeschoss der Grundschule seine Arbeit aufgenommen hat und gut angenommen wird. Bernhard Kuhl vom Landkreis Marburg-Biedenkopf wies noch einmal daraufhin, dass Förderanträge für private Bauvorhaben innerhalb der Dorferneuerung bis zum 30. September vollständig, einschließlich aller Genehmigungen, vorliegen müssen – auch, wenn die Bewilligung und Ausführung später stattfinden soll.

Neue Schilder weisen Suchenden den Weg

Neu im Dorf sind auch Hinweisschilder, die zu öffentlichen Gebäuden, zu Parkplätzen oder touristischen Orten, wie dem Panoramaweg, führen. Damit soll ein einheitliches Bild entstehen und, wie etwa im Fall des Friedhofes, die Suchenden an den richtigen Ort führen.

Bei der Sitzung des Arbeitskreises wurden wie üblich auch weitere Anliegen im Dorf diskutiert. „Es steht fest, dass die Sparkasse in Rauischholzhausen geschlossen wird“, lautete das traurige Fazit des Ortsbeirats zu ihrem Versuch, dies noch zu verhindern. Allerdings können spätestens mit der Schließung Kunden der Sparkasse Marburg-Biedenkopf am Bankautomat der Raiffeisenbank im Grundtreff gebührenfrei abheben, so die Information von Andreas Schulz, der darin ein Modell für den ganzen Landkreis sieht. Sollten dennoch Gebühren abgebucht werden, sollen sich die betreffenden Kunden bei der Sparkasse melden.

Laute Pumpe und quakende Frösche

Weiterhin beschäftigt den Ortsbeirat die Befestigung des Containerstellplatzes in der Hessenstraße, die er in Eigenleistung befestigen will, sowie der Platz am Feuerwehrhaus. Das Material wird von der Gemeinde gestellt. Allerdings ist ein alternativer Standort im Gespräch: Statt am Anfang der Straße stünde auch ein größerer Platz am Ende im Wendehammer zur Verfügung. Schulz überließ die Entscheidung den Ortsbeiräten, da diese die Arbeiten durchführen werden, und empfahl, die Anwohner miteinzubeziehen. Für das Neubaugebiet „Große Waldwiese“ wurde für den Frühsommer 2018 der Straßenendausbau angekündigt.

Zu einer Diskussion führte am Ende der Sitzung die Beschwerde eines Anwohners nahe des Löschteichs, der sich über die laute Pumpe und die quakenden Frösche beschwerte. Bürgermeister Andreas Schulz bot an, für die Pumpe eine neue Düse installieren zu lassen und eventuell die Schaltzeiten zu überprüfen. Im Fall der Frösche soll ein Froschschutzzaun helfen, dessen Materialkosten die Gemeinde übernehmen will. Wie effektiv dieser Einsatz sei, wurde von den Anwesenden jedoch stark bezweifelt.

von Mareike Bader

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