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Landstraße ist "das größte Manko"

Kaufpark Dreihausen Landstraße ist "das größte Manko"

Geteilter Meinung sind die Dreihäuser beim Thema Erweiterung des Kaufparks Dreihausen. Ein Problem ist die nahe Landstraße.

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Der Rewe-Markt in Dreihausen liegt am Ortsausgang Richtung Heskem-Mölln direkt an der Landstraße 3125: Dort sollen bald weitere Märkte das Angebot erweitern

Quelle: Ina Tannert

Dreihausen. Wie zuletzt schon in der Gemeindevertretung diskutiert, sieht auch der Ortsbeirat in der Straßenüberquerung das größte Problem bei dem Projekt, befürwortet mehrheitlich jedoch die Planung und hofft auf neue Lösungsansätze.

Kritisch sieht vor allem Ortsbeiratsmitglied Manfred Bietz das Vorhaben: Seiner Meinung nach brauche es vor Ort generell nicht noch weitere Konsummöglichkeiten, die in Konkurrenz zu anderen Standorten in der Gemeinde treten.

Geplant ist der Bau eines Discounters und einer Drogerie. Bietz zeigte sich irritiert, dass der Ortsbeirat nicht früher in das Thema eingebunden worden sei und generell zu wenige Informationen über das Projekt bekannt wären. „Wir müssen mehr wissen, wir leben schließlich in einer Demokratie.“ Er bemängelte, dass für das Projekt der Flächennutzungsplan geändert werden musste, „an den sollte man sich eigentlich halten, es geht um‘s Prinzip“, so Bietz.

Ortsvorsteher Lothar Heidt griff das auf: „Das ist mir im Prinzip egal, solange ich da einkaufen kann - und es ist noch nichts beschlossen“, wies er darauf hin, dass das Projekt erst in einem frühen Stadium der Bauleitplanung sei. Das bekräftigte auch Klaus-Dieter Thiemann: „Der Rewe-Markt alleine ist auch nicht so das Wahre zum Einkaufen.“ Er sprach sich ebenfalls dafür aus, die Möglichkeiten erst einmal prüfen zu lassen, die etwa mit einer gesicherten Überquerung der Landstraße verbunden wären. Diese sei „das größte Manko“ an der ganzen Sache, befand Michael Preiß. Dem wird sich künftig Hessen Mobil als zuständige Behörde annehmen. Der Ortsbeirat befürwortet mit drei Ja-Stimmen, einer Ablehnung und einer Enthaltung das Vorhaben in einer Stellungnahme.

Verantwortung in Hände der Bürger legen

Darüber hinaus war die von der Gemeinde geplante Grünpflegevereinbarung Thema. Die Verwaltung möchte die Verantwortung über öffentliche Flächen teilweise in die Hände der Bürger legen, die sich verpflichten, die Gemeindegebiete selbständig zu pflegen. Welche Ecken von Dreihausen dies betreffen könnte, wird in einem Pflegekataster sichtbar. Darin taucht etwa der Spielplatz auf, für den Pflegepaten gesucht werden, dazu eine kleine Parkanlage in der Raiffeisenstraße, einige Beete und die Brunnen im Ort.

„Nicht allzu viel“, beurteilte der Ortsvorsteher den zu erwartenden Aufwand. Nicht im Kataster festgehalten sind jene Bereiche, die bereits jetzt von Ehrenamtlichen übernommen werden. Die Pflege der Grünbereiche am Friedhof und rund um die Gemeindeverwaltung soll weiterhin dem Servicehof zufallen. Der Ortsbeirat sprach sich für eine mögliche Pflegevereinbarung aus. „Aber es wird schwer werden, Leute zu finden“, vermutete Lars Debelius. Dennoch wollen sich die Mitglieder bei den Anwohnern umhören.

Schließlich besprach das Gremium noch einen Antrag der SPD zur Erneuerung eines Kanals in der Raiffeisenstraße aus Richtung Roßberg. Dort werde bei Starkregen die Straße regelmäßig überschwemmt, das Wasser laufe nur unzureichend in den Einlaufschacht und über die angrenzenden Straßen ins Dorf und mache den Anwohnern zu schaffen. Dazu liegen dem Gremium entsprechende Fotos vor. „Da müssen wir etwas machen“, befand der Ortsvorsteher.

Das eigentliche Problem liege dabei wohl nicht an einem falsch verlegten Schacht, sondern an einer möglicherweise verstopften Rinne und der Wasserzufuhr aus dem angrenzenden Feldweg. Als erste Aktion plant der Ortsbeirat die Rinne freizuräumen, den Schacht zu spülen und den Wasserverlauf zu beobachten. Der Antrag wurde vorerst zurückgestellt.

von Ina Tannert

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