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Lösung für Hachborns Pfarrer

Kampf der Kirchengemeinde Lösung für Hachborns Pfarrer

Pfarrer Sven Kepper sollte Hachborn verlassen. Dagegen hat die Kirchengemeinde gekämpft und scheint Erfolg zu haben. Doch es stehen weitere drei Jahre Kämpfe an.

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Bei einem Informationsabend zur Kürzung der Pfarrstelle füllten viele Besucher die Kirche und protestierten.

Quelle: Patricia Grähling

Hachborn. Mit mehr als 1500 Unterschriften im Gepäck sind Mitglieder der Kirchengemeinde von Ebsdorf, Leidenhofen und Hachborn zum Landeskirchenamt nach Kassel gefahren. Mit dabei hatten sie im vollbesetzten Bus auch ein Banner, Protestschilder und zwei Türen, an die sie 95 Thesen geschlagen hatten. So ausgestattet, protestierte die Gruppe gegen die Kürzung der Pfarrstellen der Kirchengemeinde von 1,5 auf 1,25 Stellen (die OP berichtete). Denn das bedeutete, dass Pfarrer Sven Kepper seine halbe Pfarrstelle in Hachborn aufgeben müsste.

Prälatin Marita Natt nahm die Gruppe laut Holger Adler, der den Protest mit Doris Naumann und Konrad Bender organisiert hatte, in Empfang. „Sie war sichtlich beeindruckt von der Menschenmenge, die sich der Protestfahrt angeschlossen hat“, so Adler. Jugendliche im Alter von 13 Jahren waren dabei, ebenso wie ältere Kirchenmitglieder bis zum Alter von 86 Jahren.

In einem Gespräch mit einer­ kleinen Delegation brachte­ Natt laut Naumann ihre Bewunderung für das Engagement und den Einsatz der Kirchengemeindemitglieder zum Ausdruck – und zeigte einen möglichen Ausweg: „Die Streichung bleibt bestehen“, erklärt Adler. Der Kirchenvorstand solle Einspruch einlegen, der dann zur Anhörung komme. Natt wolle dann vorschlagen, eine befristete Übergangsstelle einzurichten. „Die kann bis zu drei Jahre genehmigt werden“, erklärt Adler im Gespräch mit der OP. Die Gremien der Landeskirche müssten dem allerdings noch zustimmen.

Für die Hachborner ein Hoffnungsschimmer: „Wir verlassen uns auf das Wort der Prälatin, dass sie ihren Vorschlag einbringt.“ Die Gremien würden dem Vorschlag der Personalchefin der Landeskirche hoffentlich folgen. „Damit haben wir drei Jahre Zeit gewonnen“, so Adler. Die wolle die Kirchengemeinde auch aktiv nutzen: „Wir müssen unsere Gemeindearbeit verstärken und die Mitgliederzahlen wieder erhöhen. Wenn in drei Jahren die Zahlen stimmen, haben wir ein gutes Argument, dass die Stelle von Kepper doch erhalten bleiben kann“, so ­Adler. Die Delegation sei sehr erleichtert über den Vorschlag gewesen.

von Patricia Grähling

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