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In der nächsten Runde stehen nur zwei Dörfer

Baugebiete in Ebsdorfergrund In der nächsten Runde stehen nur zwei Dörfer

Die Ausweisung von neuen Baugebieten muss gut überlegt sein, sagt Ebsdorfergrunds Bürgermeister Andreas Schulz. Die Meinung, alle Ortsteile berücksichtigen zu wollen, habe sich überholt.

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Die Grundschule in Hachborn. Für bauwillige Familien mit Kindern ist ihr Vorhandensein ein guter Grund, sich für Hachborn zu entscheiden.

Quelle: Thorsten Richter

Dreihausen. „Wir gehen mit Hachborn und Beltershausen in eine neue Runde bei der Ausweisung von Baugebieten“, sagte Ebsdorfergrunds Bürgermeister Andreas Schulz während der Parlamentssitzung am Montagabend in Dreihausen. Die Standorte sind nicht zufällig gewählt.

Hachborn besitzt einen Kindergarten und eine Grundschule mit steigenden Schülerzahlen. Und in Beltershausen wird in den Ausbau der Kindergartenplätze investiert. Da mache es Sinn, jungen Familien auch in diesen Orten Platz zum Bauen zu bieten. Auch wenn zuletzt die Nachfragen in Dreihausen und Wittelsberg sehr gut waren und sich die Baugebiete gut abverkauften, dürfe nicht einfach blind nachgelegt werden.

Weniger Abverkauf beim Baugebiet in Roßberg

In Wittelsberg geht das auch derzeit gar nicht, denn eine Voraussetzung, Teil des Dorferneuerungsprogramms zu sein, ist getreu dem Motto Innen- vor Außenentwicklung die Verpflichtung, auf Neubaugebiete zu verzichten. „Das ist jetzt nicht so schlimm, wir haben Wittelsberg in den vergangenen 25 Jahren mit vier Baugebieten gut bedient“, meint Schulz gegenüber der OP.

Während der Abverkauf zuletzt in Dreihausen auch gut war, sieht es nur wenige Kilometer weiter Richtung Kreisgrenze etwas schlechter aus. Das Baugebiet in Roßberg ist jetzt nicht so der Renner. Das liegt keineswegs an dem Ort und seine landschaftliche Lage. Nein, es geht dort tatsächlich mehr um die anderen Dinge, die auch auf dem Land über ja und nein entscheiden: die virtuelle Verbindung und mobile Erreichbarkeit. Letzteres ist in Roßberg schwierig, weil es nach wie vor an einem Funkmast fehlt, so Schulz.

Schulz befürwortet den Bau von Mehrfamilienhäusern

Noch zwei Kilometer weiter Richtung Kreisgrenze folgt Wermertshausen. Dort ist aktuell kein Baugebiet geplant, auch wenn es dort mit der Handy-Verbindung besser sei. „In keinem anderen Ort haben wir mehr Baulücken als in Wermertshausen“, sagt Schulz. Auch wenn sich die Grundstücke in Privatbesitz befinden, mache es keinen Sinn, dann dort noch auf der „Grünen Wiese“ neue Flächen zu verbrauchen.

Wie das Baugebiet in Beltershausen einmal aussehen wird, steht noch nicht fest. Am Montag wurde für die Fläche ja erst der Aufstellungsbeschluss gefasst. Schulz merkte aber in diesem Zusammenhang an, dass er es befürworte, wenn dort auch ein paar Mehrfamilienhäuser entstehen würden. „Es können sich nicht alle Familien Eigentum leisten oder vielleicht nicht sofort. Wir müssen auch solchen Menschen, die bei uns bleiben wollen, aber erst einmal auf Miete leben müssen, etwas anbieten.“

von Götz Schaub

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