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Grundbad setzt auf Sonnenenergie

Neueröffnung nach Sanierungspause Grundbad setzt auf Sonnenenergie

Plantschen im Wasser und Urlaubsstimmung im Foyer: Mehr als 100 Besucher haben gam Sonntag das runderneuerte Grundbad kennengelernt.

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Das Team des Grundbades Heskem eröffnete gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Schulz (rechts) das runderneuerte Schwimmbad.

Quelle: Laurin Kutsch

Heskem. Bei der Neueröffnung des wegen dreimonatiger Sanierungspause geschlossenen Grundbades in Heskem durften die Besucher am gestrigen Sonntag zum ersten Mal im erneuerten Bad schwimmen. In seiner Ansprache betonte Bürgermeister Andreas Schulz, dass dieser gute Zustand bei einem 43 Jahre alten Schwimmbad alles andere als selbstverständlich sei. Es werde großen Wert auf das Schwimmbad und dessen Zustand gelegt – dafür bedankte er sich bei den bisherigen Betriebsleitern sowie beim aktuellen Schwimmbadteam unter der Leitung von Sina Heck.

Hauptsächlich ging es bei der Sanierung – die insgesamt rund 1,5 Millionen Euro gekostet hat – um die Verbesserung der Energieeffizienz. Die Wärme wird bereits von der nahen Biogasanlage in Mölln bezogen. Ein neues System zur Wärmerückgewinnung sorgt nun dafür, dass weniger Wärme verloren geht. „Passend zur Sonnenscheingemeinde wird außerdem in Zukunft die Energie des Grundbades mit Solarplatten von der Sonne gewonnen“, erklärte Schulz. Das Bad sei so in der Lage, den Großteil seines Energiebedarfs selbst zu erzeugen. Es sei der Gemeinde besonders wichtig, mit Energien nachhaltig zu sein. „Und weil auch in der Sonnenscheingemeinde nicht immer die Sonne scheinen kann, gehören zu unserer Photovoltaikanlage sehr moderne Tesla-Batterien“, erklärte der Bürgermeister. Die speichern den tagsüber gewonnenen Strom, damit das Schwimmbad auch in den Abendstunden mit eigener Energie beleuchtet werden kann.

Zudem ist der Weg vom Parkplatz bis zum Becken nun komplett barrierefrei. Dafür bedankte sich der Bürgermeister auch bei der Behindertensportgruppe Ebsdorfergrund, die einen Lift ins Wasserbecken gestiftet und Geld für einen barrierefreien Aufgang ins Schwimmbad gesammelt hat. Das gesamte Bad ist außerdem deutlich moderner gestaltet. So gibt es jetzt zum Beispiel beheizte Liegestühle um das Becken herum, um sich entspannen zu können. Das testeten bei der Eröffnung gleich viele große und kleine Besucher aus. Sie genossen die herbstlichen Sonnenstrahlen, die durch die neuen Panoramafenster auf die Liegen fielen.

Besonders stolz ist der Bürgermeister auf die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Vereine: „Wir ziehen alle gemeinsam am selben Strang, und daher sind wir so erfolgreich“, erklärte er. Neben den Vereinen seien vor allem Schulklassen die Hauptnutzer des Heskemer Bades: Über die Gemeindegrenzen hinaus kommen Schulklassen, um im Grundbad Schwimmunterricht zu machen. In der vergangenen Woche durften die Schüler daher laut Schulz schon in einer Testphase das erneuerte Schwimmbad mit Beschlag belegen.

Da das Budget so gut eingehalten wurde, seien nun sogar noch weitere Änderungen in Form einer langen Rutsche geplant, um das Grundbad auch für Jugendliche attraktiver zu machen, versprach Schulz. „In den vergangenen 25 Jahren war im Ebsdorfergrund kein Bauprojekt teurer als geplant, wenn die Gemeinde selbst Bauherrin war“, erklärte er den Zuhörern im gut gefüllten Foyer.

Später gab es dann Vorführungen der DLRG und der Feuerwehr, die im Wasser Übungen – etwa die Rettung eines Bewusstlosen – zeigten. Ebenso präsentierten sich einige Sportgruppen. Auch gab es die Möglichkeit, einmal den technischen Hintergrund eines Schwimmbades zu sehen. Sina Heck ging mit kleinen Gruppen in den Keller unter der Schwimmhalle, um zu zeigen, was dort passiert: Dazu gehören etwa das Überschwallbecken, eine Messstation, Filter und die neue Umwälzpumpe.

von Laurin Kutsch

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