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Grundbad bekommt Stromspeicher von Tesla

Neue Photovoltaikanlage Grundbad bekommt Stromspeicher von Tesla

Im Sommer wird das Grundbad in Heskem energetisch saniert. Bei der Gelegenheit bauen die Stadtwerke für die Gemeinde eine Photovoltaik­anlage auf das Dach.

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Bernhard Müller (Stadtwerke, von links), Bürgermeister Andreas Schulz, stellvertretender Bauamtsleiter Michael Esken und Alexander Sauer (Stadtwerke) schauen sich das Dach des Grundbads an, wo im Sommer eine Photovoltaikanlage installiert werden soll.

Quelle: Patricia Grähling

Heskem. Das Schwimmbad in Heskem verbraucht viel Energie in Form von Wärme und Strom. Die Wärme bezieht das Grundbad bereits über eine nahegelegene Biogasanlage. Auch der Strom soll bald zu großen Teilen vor Ort produziert werden: „In Kooperation mit den Stadtwerken Marburg machen wir noch etwas für unsere Energiebilanz“, erklärt Bürgermeister Andreas Schulz.

Neben der Senkung des Energieverbrauchs durch die Sanierung soll im ­Zuge der Bauarbeiten eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Hallenbades installiert werden. Dadurch könne rund ein Drittel des Stromverbrauchs im Schwimmbad abgedeckt werden. Insgesamt verbraucht das Grundbad laut Schulz 170.000 Kilowattstunden im Jahr, die Anlage werden rund 68.500 ­Kilowattstunden produzieren – davon werden rund 60.000 selbst verbraucht und der Rest ins Stromnetz eingespeist und verkauft.

Wir sparen Geld, ohne ein finanzielles Risiko tragen zu müssen“

„Wir erreichen einen sehr ­hohen Eigenverbrauch“, erklärt Alexander Sauer von den Stadtwerken. Das funktioniere nur, weil die Stadtwerke Stromspeicher des Autoherstellers Tesla installiere. So könne auch der Strombedarf in den Abendstunden weitestgehend abgedeckt werden. „Das wird für uns eine Pilotanlage, die wir dann hoffentlich auch auf weitere Projekte anwenden können“, so Bernhard Müller, Bereichsleiter Netz der Stadtwerke.

Die Stadtwerke investieren zunächst 130.000 Euro in die Planung und den Bau der Anlage,­ wie Müller erläutert, zudem übernimmt sie Wartung und ­Reparaturen. Die Gemeinde­ pachtet die Anlage dann für 9250 Euro im Jahr von den Stadtwerken. Insgesamt werde die Gemeinde durch die Photovoltaikanlage innerhalb von 20 Jahren mindestens 140.000 Euro einsparen – abhängig von der Strompreisentwicklung. Zudem trage Ebsdorfergrund zum Umweltschutz bei, denn es werden 48 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. „Wir sparen Geld, ohne ein finanzielles Risiko tragen zu müssen“, so Schulz. Außerdem komme die Gemeinde Ebsdorfergrund so ihrem Klimaziel näher, bis 2020 energieautark zu sein.

von Patricia Grähling

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