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„Grund“ und Marburg ziehen an einem Strang

Interkommunales Gewerbegebiet „Grund“ und Marburg ziehen an einem Strang

An der Ortsumgehung von Heskem soll auf acht Hektar ein neues Gewerbegebiet im Ebsdorfergrund entstehen. Das will die Gemeinde zusammen mit der Stadt Marburg entwickeln. Die erste Firma könnte schon im Frühjahr 2019 eröffnen.

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Im Ebsdorfergrund soll auf ein neues Gewerbegebietent stehen, das die Gemeinde zusammen mit der Stadt Marburg entwickeln will.

Quelle: Pixabay

Heskem. Die Gemeinde Ebsdorfergrund braucht gemäß Auflagen einen starken Partner um ein neues­ Gewerbegebiet entwickeln zu dürfen - und die Stadt Marburg braucht Platz für Gewerbetreibende. Deshalb haben sie sich zusammengetan, um ein interkommunales Gewerbegebiet zwischen Heskem und Wittelsberg zu verwirklichen. An der Heskemer Ortsumgehung und zwischen der Ortsumgehung Wittelsberg und dem alten Verbindungsweg zwischen den beiden Orten sollen künftig acht Hektar Land für Gewerbe zur Verfügung stehen, wie Ebsdorfergrunds Bürgermeister Andreas Schulz und Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies erklärten.

Dazu haben beide Verwaltungschefs nun eine Absichtserklärung beider Kommunen unterzeichnet. „Marburg ist räumlich begrenzt, bei uns wird’s langsam eng“, sagte Spies bei der Unterzeichnung. Die Stadt habe daher großes Interesse, gemeinsam mit Ebsdorfergrund ein solches Projekt zu stemmen.

Auch mit anderen umliegenden Kommunen könne die Stadt sich eine solche Zusammenarbeit vorstellen. Ebsdorfergrund ist der erste Partner, eine Art Modellprojekt. „Das kann eine fruchtbare und gewinnbringende Zusammenarbeit werden.“ So bringe die Gemeinde ihre lokalen Kenntnisse und das Land mit ein, die Stadt hingegen Finanzstärke und einen Namen, der „sich überregional leichter tut“. „Es macht aber ja auch Sinn, dass nicht alle Menschen zum Arbeiten nach Marburg fahren, sondern dass auch Arbeit auf dem Land bleibt“, sagte Ebsdorfergrunds Bürgermeister.

Öffnen ersten Betriebe im Frühjahr 2019 in dem neuen Gewerbegebiet?

Das sei etwa wichtig, um die Tagesalarmstärke der Feuerwehr zu sichern. „Wir können einander stärken, indem wir teilen und an einem Strang ziehen.“ Die Gemeindevertretung Ebsdorfergrund befasst sich am Montagabend mit dem Thema und wird vermutlich einen Aufstellungsbeschluss fassen. Der wurde im Bauausschuss schon einstimmig beschieden. „Und das Regierungspräsidium Gießen hat uns auch schon den Segen für unsere Planungen gegeben“, sagte Schulz.

Durch den fünfarmigen Kreisel, der mit der Heskemer Ortsumgehung errichtet werden soll, wird das Gewerbegebiet laut den Verwaltungschefs optimal an das Straßennetz angebunden. Die Ortsumgehung soll am 1. Januar­ 2019 fertig sein.

Geht es nach Schulz und Spies, können die ersten Betriebe im Frühjahr 2019 in dem neuen Gewerbegebiet eröffnen. Anfragen gebe es beispielsweise schon von mehreren Tankstellenbetreibern, die einen kleinen Autohof bauen wollen. Auch von bereits bestehenden Betrieben aus Marburg und dem Grund gebe es Anfragen. Bis die Firmen bauen können, gibt es jedoch noch viel zu tun: Zunächst soll laut Schulz eine gemeinsame Infrastrukturgesellschaft gegründet werden. Deren Geschäftsführer werde Michael Esken vom Bauamt der Gemeinde, der dann die weiteren Planungen, den Ankauf der Grundstück und den späteren Abverkauf verantworte.

von Patricia Grähling

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