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Mutmaßlicher Verursacher fuhr weiter

Unfall auf der B3 Mutmaßlicher Verursacher fuhr weiter

Über drei Stunden war die Bundesstraße 3 Richtung Marburg am Donnerstagmorgen voll gesperrt. Auf Höhe der Autobahnauffahrt Fronhausen/Ebsdorfergrund kam es zu einem Unfall mit sieben Autos.

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Am Donnerstag zwischen 7.30 Uhr und 10.45 Uhr war die Bundesstraße 3 in Höhe der Abfahrt Fronhausen/Ebsdorfergrund voll gesperrt. Laut Polizei kam es trotzdem aber nur zu einem Stau von geschätzt fünf Kilometern.

Quelle: Thorsten Richter

Fronhausen. Als ein Autofahrer von der rechten auf die linke Spur wechselte, löste er eine Kette von Auffahrunfällen aus. Wie die Polizei mitteilte, machte gegen 7.20 Uhr daraufhin ein 20 Jahre alter Passatfahrer, der hinter dem Verursacher fuhr, eine Vollbremsung, bis sein Auto zum Stehen kam. Sechs darauf folgende Fahrzeuge krachten anschließend aufeinander. Der mutmaßliche Verursacher des Unfalls fuhr weiter und war der Polizei bis Redaktionsschluss nicht bekannt.

Zeugen machten unterschiedliche Angaben zur Farbe des Fahrzeugs, es sei dunkel, silberfarben oder weiß. Möglicherweise ist der Passat bei seiner Vollbremsung auch auf den Wagen des mutmaßlichen Verursachers aufgefahren, sodass ein Schaden am Heck zu sehen sein müsste.

Fünf Personen wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Drei 24, 42 und 45 Jahre alte Frauen sowie zwei 26 und 45 Jahre alte Männer wurden in Kliniken in Gießen und Marburg eingeliefert.

Vorsorglich hatten die Einsatzkräfte einen Rettungshubschrauber mit Notarzt alarmiert. Er landete in der Nähe der Unfallstelle, kam jedoch nicht zum Einsatz. Vier Rettungswagen, zwei Notarzteinsatzwagen mit zwei Notärzten sowie die Feuerwehr waren außerdem vor Ort. 22 Mitglieder der Feuerwehr Lollar waren im Einsatz.

Bis zur Abfahrt Fronhausen/Ebsdorfergrund sei der Landkreis Gießen zuständig, erklärte der Einsatzleiter der Feuerwehr Lollar, Marco Kirchner, der zugleich Stadtbrandinspektor ist. Erst an der Unfallstelle habe sich herausgestellt, dass die Einsatzstelle auf Marburger Gebiet liege. Daher sei die Leitstelle informiert worden, so Kirchner im Gespräch mit der OP.

Unfall B3 Höhe Abfahrt Ebsdorfergrund. Foto: Thorsten Richter (thr)

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Keiner der leicht Verletzten sei eingeklemmt gewesen, sodass keine technische Rettung notwendig war. Auch die Unfallstelle zu erreichen, sei unproblematisch gewesen. „Die Rettungsgasse war vorbildlich“, so Kirchner.

Nach Angaben der Polizei sei es trotz Berufsverkehr nur zu einem Stau von zirka fünf Kilometern gekommen, weil die Autofahrer bei der Anschlusstelle Fronhausen/Ebsdorfergrund abgefahren seien.

Der Gesamtschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen laut Polizei auf 50.000 Euro. Um 10.45 Uhr wurde die Vollsperrung aufgehoben. Die Polizei sucht nun dringend nach Zeugen, die nähere Angaben zu dem unbekannten Fahrzeug und Fahrer machen können, der die Fahrspur wechselte.

von Freya Altmüller

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