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Förderung nach 15 Jahren Wartezeit

Sanierung der Raingasse Förderung nach 15 Jahren Wartezeit

Die Gemeinde Ebsdorfergrund hat 15 Jahre auf ­eine Förderung für die ­Sanierung der Raingasse in Dreihausen gewartet. Jetzt steht sie in Aussicht – aber dafür müssen die ­Planungen innerhalb von sechs Wochen fertig sein.

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Architekt Walter Grohmann (von links), Bürgermeister Andreas Schulz, Bauamtsleiterin Anke Schmidt und Fachbereichsleiter Tiefbau, Harald Bausch, stellen die ersten Planungen für die Sanierung der Raingasse vor.

Quelle: Patricia Grähling

Dreihausen. Voller Löcher und Flicken ist die Raingasse in Dreihausen schon seit vielen Jahren. Der Zustand hat sich aber mit der Weiterentwicklung von Dreihausen zusehends verschlechtert – denn mit den Neubaugebieten in der Nähe des Friedhofs und dem Einkaufsmarkt am anderen Ende der Straße wurde die schmale Raingasse zu einer innerörtlichen Hauptverkehrsstraße.

Die Gemeinde Ebsdorfergrund plant laut Bürgermeister Andreas Schulz schon lange die Sanierung der Straße: Erstmals habe die Gemeinde sich im Mai 2002 um Fördermittel beworben – und seither immer wieder. „Dieser Tage haben wir nun einen Bescheid bekommen, mit dem wir gar nicht mehr gerechnet haben“, so der Bürgermeister. Die Gemeinde habe damit nun die Chance, 55 bis 70 Prozent der förderfähigen Kosten erstattet zu bekommen. Dafür müsse aber eine Voraussetzung erfüllt sein: Das Land Hessen will bis zum 30. Juni die fertigen Planungsunterlagen für die Baumaßnahme vorliegen haben. Was sich zunächst 15 Jahre hinzog, muss nun also innerhalb von fünf Wochen fertiggestellt werden. „Es ist sehr ambitioniert, in so kurzer Zeit eine komplette Planung aufzustellen“, sagte der Bürgermeister. Auch die für Strom, Wasser und Abwasser verantwortlichen Institutionen müssten in dieser kurzen Zeit schon mit eingebunden werden.

Brücke muss komplett erneuert werden

Dafür gibt es aber ein kleines Trostpflaster: Denn nicht nur die Raingasse ist in die Jahre gekommen. Die dortige Brücke ist laut Harald Bausch vom Fachdienst Tiefbau der Gemeinde stark beschädigt, muss komplett neu gebaut werden. Auch an diesen Kosten wolle das Land sich mit den Fördermitteln aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) beteiligen.

„Wir schätzen die Gesamtkosten vorsichtig auf etwa eine ­Million Euro“, so Schulz. Davon werde unter anderem der Anteil abgezogen, den die Anlieger bei einer grundhaften Erneuerung der Straße zahlen müssten – der im Ebsdorfergrund aber nicht erhoben wird. Vom Restbetrag werde dann der Zuschuss berechnet. „Wir rechnen mit etwa 350.000 Euro Zuschuss. Den Anteil der Gemeinde und den Anteil der Anlieger wird dann die Gemeinde übernehmen“, erklärte der Rathauschef.

Sanierung soll noch in diesem Jahr beginnen

Saniert wird die Raingasse auf rund 225 Metern von der Landesstraße bis zur Lindenstraße, wie Architekt Walter Grohmann erläuterte. Zusätzlich werde der Gehweg Richtung Rewe neu ­gemacht, Einmündungsflächen­ werden komplett erneuert und der Fußweg zur Straße „Am Trusch“ gepflastert. Weil die Raingasse selbst sehr schmal ist, werde dort eine Verkehrsmischfläche angelegt – Fahrbahn und Gehweg werden also nur optisch durch eine Rinne getrennt, sind jedoch auf der gleichen Höhe ohne Bordsteinkante. „Nur so erreichen wir überall die Mindestbreite, die für eine innerörtliche Hauptverkehrsstraße vorgesehen ist“, sagte Grohmann. Die Straße selbst werde asphaltiert, Rinnen mit den vorhandenen Basalt-Pflastersteinen gelegt, die Gehwege mit modernem Pflaster in helleren Farben versehen. Die Brücke werde erneuert und bilde zugleich einen Übergang: Im unteren Bereich der Straße wird es wieder Gehwege mit einem Höhenunterschied zur Straße geben.

Mit den Arbeiten solle es so schnell wie möglich losgehen, erläuterte Schulz: Nach der ­Bewilligung wolle die Gemeinde ausschreiben und möglichst noch dieses Jahr mit den Arbeiten beginnen. Die Anlieger sollen in einer Versammlung über die Planungen informiert werden, sobald diese stehen.

von Patricia Grähling

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