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Finanzminister beendet Feuerwehr-Duell

Lang ersehnter Besuch Finanzminister beendet Feuerwehr-Duell

Für Dreihausens Feuerwehr gibt es dieser Tage einige Gründe zum Feiern: Erst siegten sie im Kreisentscheid der Feuerwehren, kurz darauf bekamen sie einen lange ersehnten Bewilligungsbescheid.

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Finanzminister Dr. Thomas Schäfer brachte einen Förderbescheid nach Dreihausen. Damit kann der Anbau an das Feuerwehrhaus begonnen werden.

Quelle: Patricia Grähling

Dreihausen. Mit dem lange geplanten Anbau an das Feuerwehrhaus in Dreihausen kann es nun losgehen. Die Planungen stehen schon längst, die Feuer­wehrkameraden warten darauf, im bestehenden Gebäude­ mit dem Umbau loslegen zu können, und die Gemeinde will schnellstmöglich den Bau ausschreiben. Gefehlt hatte nur noch der Förderbescheid aus Wiesbaden. Den brachte nun Finanzminister Dr. Thomas Schäfer nach Dreihausen. Und das Warten hat sich gelohnt – denn der Bescheid ist knapp 170.000 Euro wert. Diese Summe gibt das Land zum Anbau dazu.

„Ich freue mich, das Geld loswerden zu können“, sagte Schäfer bei der Übergabe des Bescheids. Noch vor einem halben Jahr sei er sich nicht restlos sicher gewesen, ob er die Förderung so hätte auf den Weg bringen können. Denn wie Bürgermeister Andreas Schulz erläutert, wird eigentlich jedes Jahr nur ein Feuerwehrhaus im gesamten Landkreis von Wiesbaden gefördert. „Es gab aber einen Antragsstau, deswegen haben wir beim Finanzminister nachgehakt. Der hat das Thema dann beim Innenminister angesprochen, der gar nichts von dem Antragsstau wusste.“ Schäfer habe sich gekümmert und das Ergebnis sei nun, dass im Landkreis gleich drei Feuerwehren ihre Förderung bekommen. „So haben wir jetzt auch ein elendes Duell zwischen Cölbe und Ebsdorfergrund aufgelöst“, so Schäfer.

Förderbescheid für Gerätehaus an die Dreihäuser Einsatzkräfte

Schulz erläutert, dass die Feuerwehr in Dreihausen einen Anbau mit drei neuen Fahrzeughallen und einer neuen Alarmausfahrt auf die Landstraße bekomme. Mit dem benachbarten Tennisverein zusammen werden neue Parkplätze angelegt. Mit neuem Schulungsraum, einem Raum für die örtliche technische Einsatzleitung und einer sogenannten Schwarz-Weiß-Trennung – dabei kommen die Einsatzkräfte nach dem Einsatz mit der verschmutzten Kleidung in einen separaten Bereich, in dem sie sich auskleiden und duschen können – wird das Gebäude laut Gemeindebrandinspektor Wilfried Eucker den neuesten Anforderungen gerecht.

Die 52 Mitglieder starke Einsatzabteilung bekomme so mehr Platz, ebenso die Jugendfeuerwehr, die einen eigenen Trakt im Bereich der bisherigen Sozialräume bekommt – dort solle dann auch die Kinderfeuerwehr mit unterkommen, die in den nächsten Wochen gegründet wird, wie Wehrführer Wolfgang Schmidt erklärt.

Laut Schmidt bringt die Wehr sich mit viel Eigenleistung in den rund 1,5 Millionen Euro teuren Bau ein: Neben den Elektroinstallationen und den Außenanlagen werden die Einsatzkräfte auch die Renovierungen im alten Gebäude übernehmen. Das erspare der Gemeinde am Ende rund 70.000 bis 100.000 Euro.

von Patricia Grähling

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