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Dem Traum ein großes Stück näher

Spende für Jannis Lorch Dem Traum ein großes Stück näher

Anfang März berichtete die OP von Familie Lorch, die für ihren behinderten Sohn einen fast 9000 Euro teuren Rollstuhllift braucht. Seitdem ist mehr als die Hälfte zusammengekommen. Nun kam eine große Spende dazu. 

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Gemeinsam mit seinen Söhnen Dennis (von rechts) und Jan-Philipp Schwitalla übergab Engelbert Schwitalla Familie Lorch einen Scheck in Höhe von 2000 Euro.

Quelle: Ruth Korte

Marburg. Neugierig fährt Jannis Lorch mit seinem Rollstuhl durch das große Autohaus an der Afföllerstraße. „Der sieht toll aus. Und der auch“, sagt der Zehnjährige und zeigt auf die auf Hochglanz polierten Autos. Glücklich legt er seine Hand in die seines Vaters Mario.

Zusammen mit ihm, seiner Mutter Daniela und seiner Schwester Xenia ist er heute ins Autohaus Schwitalla gekommen, um eine Spende in Höhe von 2 000 Euro entgegenzunehmen. Gedacht ist das Geld für die Anschaffung eines Rollstuhlliftes, mit dem seine Familie ihn ins Auto heben kann.

Viel Resonanz nach OP-Artikel

Dass sie dringend einen Lift braucht, darauf hat die OP vor rund zwei Wochen in einem Zeitungsartikel aufmerksam gemacht. „Seitdem haben sich viele Menschen bei uns gemeldet“, erzählt Mario Lorch. „Das hat uns persönlich sehr berührt, dass uns so viele Menschen, die wir gar nicht kennen, helfen wollten“, ergänzt Daniela Lorch. Über die Hälfte der insgesamt 8 980 Euro, die die Familie für den Lift braucht, sei inzwischen durch Spenden zusammengekommen.

Auch Engelbert Schwitalla hat das Schicksal des Jungen, der seit seiner Geburt querschnittsgelähmt ist und im Alter von zwei Jahren an Leukämie erkrankte, sehr berührt. Familie Lorch musste ihr erstes Eigenheim aufgeben, weil es nicht bedarfsgerecht gebaut war.

Autohaus Schwitalla spendete 2.000 Euro

In Wittelsberg bauten sie sich schließlich ein neues, behindertengerechtes Haus, wofür ein Großteil ihrer restlichen Ersparnisse draufging.  „Wer schon mal ein Haus gebaut hat, weiß, mit wie viel Kraft und Geld das verbunden ist – und Familie Lorch hat das gleich zwei Mal durchgemacht“, sagt Engelbert Schwitalla.

Er ist selbst Familienvater und leitet mit seinen Söhnen das Autohaus Citroën und Peugeot in Marburg. „Wir sind ein Familienunternehmen. Die Geschichte von Jannis hat uns sehr bewegt, und wir haben uns entschieden, ihn und seine Familie finanziell zu unterstützen.“ Mit seiner Spende sind nun knapp zwei Drittel der Gesamtkosten für den Autolift gedeckt.

Damit noch mehr Geld zusammenkommt, ist er zudem mit Partnerbetrieben in Verhandlungen. Zudem stellen Schwitallas noch bis Ende kommender Woche Sparschweine in ihren Autohäusern aus, in die Kunden ihre Spenden werfen können. „Ich hoffe, dass dadurch noch mehr Menschen animiert werden, der Familie zu helfen“, wünscht sich der Autohändler, und Jannis verspricht er, wenn er bei seinem nächsten Besuch im Autohaus etwas mehr Zeit mitbringt, auch mal einen Blick in die Autos werfen zu dürfen.

  • Familie Lorch ist unter der Email-Adresse mario.lorch@freenet.de zu erreichen.

von Ruth Korte

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