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Beste Partystimmung in Roßberg

Konzert der Trenkwalder Beste Partystimmung in Roßberg

„Wir sind ein Dorf mit 400 Seelen, deshalb sind 750 Gäste für uns ein großer Erfolg“, erklärt Ingo Meinhard, Mitglied der Einsatzabteilung der freiwilligen Feuerwehr zufrieden.

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Demibata, Hubsi und Philipp (von links), unterhielten 750 Gäste, also fast doppelt so viele wie Roßberg hat.

Quelle: Freya Altmüller

Roßberg. „Leider gibt es immer weniger Zeltkirmessen“, erklärt Bürgermeister Andreas Schulz. Meinhard bestätigt, dass die Organisation viel Zeit gekostet habe, aber die 20 Aktiven der Roßberger Feuerwehr hätten auf zahlreiche Helfer aus dem Dorf zählen können.

500 Eintrittskarten seien schon im Vorverkauf weg gewesen, so Meinhard. Und schon bei dem Konzert der „Rosshäuser“, mit dem der besondere Mittwochabend begann, hatten die ersten Gäste wohlgelaunt auf den Tischen gestanden.

„Holladaro“ singen die „Trenkwalder“ aus Österreich, die nun als Haupt-Act des Abends die Bühne betreten. In der hintersten Reihe stehen einige schon bei diesem ersten Lied auf den Bänken. Aufmunterndes Pfeifen quittieren der dreiköpfigen Alpenrockband, dass ihre Musik auf Anklang stößt.

„Roßberg schaut auf Google Maps deutlich kleiner aus, als es wirklich ist“, erklärt Hubsi Trenkwalder, der neben der Band auch als Autor, Journalist und TV-Moderator tätig ist. Dann bittet er um einen „Riesenapplaus für die Band, die hier eben schon für Stimmung gesorgt hat.“ „Dürfen wir Sie bitten, aufzustehen?“, fragt er dann das Publikum. Die Gäste erheben sich und klatschen im Takt mit. „Hey, hey, hey“ und „Ho, ho, ho“ üben sie ein zu singen, immer dann, wenn der Einsatz kommt.

Passend zum Anlass tragen zahlreiche Männer im Publikum Lederhosen und Karohemden, die Frauen Dirndl mit Schürzen. Das Festzelt ist stimmungsvoll geschmückt, durch den von Stroh und Blumen gesäumten Eingang betritt man Rindenmulch, die Decke ist mit großen Tüchern abgehangen.

„Jodeln geht ungefähr so“, erklärt der Sänger. „Laut und voller Mut - schön muss es nicht sein.“ Mitjodeln ist also erlaubt. „Wir heben jetzt zum ersten Mal an diesem schönen Sommerabend die Hände übern Kopf“, kündigt er singend an und führt dabei die ausgestreckten Arme nach oben. Das Publikum tut es ihm gleich.

„Es gibt kein Festzelt in ganz Hessen, wo es in der Mitte einen Lebensbaum gibt“, freut er sich über ein zartes Exemplar hinter den letzten Sitzbänken. „Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis die ersten da oben sitzen“, sagt der Sänger. Bis ein Uhr ist das Konzert geplant. Dann fordert er das Publikum auf, das Glas auf die freiwillige Feuerwehr zu erheben. „Hast du schon was vor für den Rest deines Lebens?‘ - so lautet der Titel unseres nächsten Liedls“, verkündet er und fügt an: „Wer hier tanzt, hat unsere vollste Sympathie.“ Das lassen sich die Gäste nicht zweimal sagen und es dauert nicht lange, bis 15 Paare vor der Bühne tanzen, von Jugendlichen bis hin zu Rentnern.

Auch im nächsten „Liedl“ wird es romantisch: „Er schrieb es für sie allein, sein Tiroler Liebeslied und es traf sie jedes Mal mitten ins Herz hinein.“ Was für die Tänzer ein Schieber ist, veranlasst die Sitzreihen zum Schunkeln.

Dany Rippl aus Grünberg kennt die Texte nicht, singt aber trotzdem mit. Denn wie die Trenkwalder selbst gesungen haben, geht ihre Musik „ins Ohr“. Aber Rippl ist auch selbst Sängerin und hatte zuvor einen Gastauftritt bei den Rosshäusern.

Monika Rink ist mit Mann, Schwester und Schwager da. „Wir haben die Trenkwalder schon ganz oft gehört, deshalb sind wir auch hier“, erzählt die 49-Jährige aus Lohra und genießt Lied für Lied wie alle anderen Gäste in bester Party-Laune.

von Freya Altmüller

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