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1700 Kilometer im Sattel für Kinderrechte

Auf den Spuren der Hugenotten und Waldenser 1700 Kilometer im Sattel für Kinderrechte

Ganz oben im hessischen Norden, in Bad Karlshafen, also da wo der Kulturpfad endet, soll ein in Deutschland bisher einzigartiges Therapiezentrum für misshandelte Kinder entstehen.

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Markus Löschner nutzte den Hugenotten- und Waldenserpfad für eine besondere Aktion. In Frauenberg wurde er von Stefan Schulte, Dr. Renate Buchenauer und Johanna Stiller begrüßt.

Quelle: Götz Schaub

Frauenberg. Dieser Tage empfingen Dr. Renate Buchenauer, Johanna Stiller vom hiesigen Verein Hugenotten- und Waldenserpfad sowie Stefan Schule von der Region Burgwald-Ederbergland unterhalb der Frauenberg-Burgruine in der Gemeinde Ebsdorfergrund einen Gast aus Bad Karlshafen. Der Gast, Markus Löschner, kam mit dem Fahrrad, aber nicht von Bad Karlshafen, was ja auch schon eine weite Strecke gewesen wäre. Nein, er kam von Mialet aus Frankreich.

Radeln für einen guten Zweck

Mialet, südlich von Grenoble gelegen, ist der offizielle Anfangspunkt des Hugenotten- und Waldenserpfads, der dann weiter über die Schweiz nach Deutschland führt. In 13 Etappen fuhr Löschner mit dem Rad parallel zum Wanderweg. Nicht einfach zum persönlichen Spaß. Nein, er sammelte Geld. Geld für ein besonderes Projekt, das in Bad Karlshafen verwirklicht werden soll. Der Deutsche Kinderverein Essen will dort ein Therapiezentrum für misshandelte Kinder einrichten. Bad Karlshafen wurde 1699 eigens für die Ansiedlung der durchaus auch arg misshandelten Glaubensflüchtlinge aus Frankreich gegründet. Sie fanden dort eine neue Heimat.

„Flucht und Misshandlung von Schwächeren sind heute wie damals traurige Realität, mit der wir uns auseinandersetzen müssen“, sagt Löschner. Deshalb wählte er für seine Benefiz-Aktion den besagten Pfad aus. Wenn es auch in Frankreich etwas schwieriger war, am Pfad Übernachtungsmöglichkeiten zu finden, wurde es später immer besser, berichtete er. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf, zwei Etappen vor dem Ziel, musste er sich keine Gedanken mehr machen, wo er ein Platz zum Schlafen finden würde. Auf dem Parkplatz des Hotel-Restaurants „Zur Burgruine Frauenberg“ steht gut erkennbar die eiserne Silhouette eines historischen Hugenotten. Sie ist ein Hinweis, dass sich dort eine Hugenottensiedlung befindet. Das Gasthaus selbst geht auf eine von Hugenotten errichtete Schankwirtschaft zurück.

von Götz Schaub

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Auf den Spuren der Hugenotten und Waldenser
Vom Frauenberg in Ebsdorfergrund aus gibt es herrliche Fernblicke zu genießen. Foto: Thorsten Richter

Der Verein Hugenotten- und Waldenserpfad sowie die Leader-Regionen Burgwald-Ederbergland, Schwalm-Aue und Marburger Land laden zu verschiedenen Entdeckungstouren ein.

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