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1,1 Millionen Euro für neue Straßen

Kosten steigen jährlich 1,1 Millionen Euro für neue Straßen

Insgesamt 1,1 Millionen Euro werden in diesem Jahr in die Straßen und Gehwege in Ebsdorfergrund investiert. Die Summe wird laut Bürgermeister Andreas Schulz in den nächsten Jahren weiter steigen.

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Bürgermeister Andreas Schulz (links) und Fachdienstleiter Tiefbau, Harald Bausch, besichtigen einen frisch sanierten Teilabschnitt der Dreihäuser Straße. Insgesamt 1,1 Millionen Euro werden dieses Jahr in die Straßen im Grund investiert.

Quelle: Patricia Grähling

Dreihausen. Der Unterhalt von Straßen und Gehwegen ist sehr teuer. Viele Kommunen haben deshalb einen großen Investitionsstau und einige kaputte­ Straßen im Gemeindegebiet. Und vor allen Dingen nach dem Winter werden die Schäden jedes Jahr wieder mehr. Die Gemeinde Ebsdorfergrund investiert daher laut Bürgermeister Andreas Schulz (SPD) schon seit mehr als 20 Jahren jedes Jahr viel Geld in den Erhalt und die nachhaltige Sanierung der Straßen und Gehwege – um die Schäden nach und nach abzuarbeiten und keinen Investitionsstau aufkommen zu lassen. Die Summe werde dennoch weiter steigen.

Schulz fordert Sanierung der Ortsdurchfahrt Ebsdorf

„Dieses Jahr werden mehr als 1,1 Millionen Euro in den ­Unterhalt investiert“, erklärte Schulz. Allein 260.000 Euro investiert der Kreis in die Komplettsanierung der Ortsdurchfahrt Leidenhofen. Von den restlichen rund 900.000 Euro würden 60 Prozent für Straßenunterhaltung und 40 Prozent für Gehwege ausgegeben. „Wir sanieren etwa den Gemeindeverbindungsweg zwischen Beltershausen und Hof Cappelle“, erläuterte Schulz. Zugleich werde dort auch der Radweg gebaut.
Zudem werden laut dem Rathauschef in diesem Jahr die Gehwege an fünf Ortsdurchfahrten neu gemacht: Der Asphalt in Dreihausen, Rauischholzhausen, Roßberg, Wermertshausen und Leidenhofen werden entfernt – der Gehweg anschließend gepflastert. „Von 150 Anliegern haben 146 zugesagt, mit Muskelkraft dabei zu helfen“, freute sich Schulz. Die große Unterstützung der Bürger sei ein wichtiger Grund, warum die Gemeinde es sich erlauben könne, keine Straßenbeiträge von den Anwohnern zu erheben.

„Bei den Straßen belassen wir es auch nicht bei der Reparatur von Schlaglöchern“, betonte Schulz. Daher rührten die vergleichsweise hohen Unterhaltungskosten. „Wir erneuern­ die Straße dort, wo Schlag­löcher sind, grundhaft.“ Harald Bausch, Fachdienstleiter Tiefbau in der Gemeinde, ergänzte: „Wir suchen auch nach den Ursachen der Schlaglöcher.“ Denn, wenn der Asphalt reißt, weil der Untergrund nicht tragfähig ist, würde die Reparatur auch nicht lange halten. In dem Fall werde der Straßenbereich ausgebaggert, die Tragschicht neu aufgebaut und verstärkt.

Schulz: Keine Wiedereinführung der Straßenbeitragspflicht

Seit knapp zwei Wochen ist ­eine Vertragsfirma der Gemeinde laut Bausch dabei, die Schäden des Winters abzuarbeiten, die von den Ortsbeiräten angemeldet wurden. In Dreihausen etwa wurde bereits ein Teilstück der Dreihäuser Straße komplett erneuert.  

„1,1 Millionen Euro für Straßen und Gehwege sind für uns viel Geld im Vergleich zu den vergangenen Jahren“, erklärte Schulz weiter. „Aber im Haushalt 2018 und den Folgejahren soll noch viel mehr Geld dafür eingestellt werden“, kündigte er an. Die Straßen würden schließlich immer älter – und damit nicht besser. „Außerdem sind die Straßen unser Anlagevermögen. Und wir wollen unser Vermögen erhalten und nicht nur benutzen.“ Intakte Straßen sind zudem laut Bausch ein Aushängeschild für eine Kommune. Dafür seien in Zukunft noch mehr finanzielle Anstrengungen nötig. Über eine Wiedereinführung der Straßenbeitragspflicht denke die Gemeinde trotz aller Kosten aber nicht nach: „Es soll alles so bleiben, wie es jetzt ist“, betonte Bürgermeister Schulz.

Bei allen Investitionen, die Gemeinde und Landkreis in die Straßen der Gemeinde tätigen, hofft Schulz nun auch auf das Land Hessen: Seit Jahren fordern der Ebsdorfer Ortsbeirat und die Gemeinde die Sanierung der L 3089, die durch Ebsdorf und bis nach Leidenhofen führt. „Es ist unser Wunsch, dass das Land es uns nun gleichtut und die eigene Straße saniert.“ Dafür könne das Land etwa das neu aufgelegte kommunale ­Investitionsprogramm nutzen.
„Diese Straße ist wirklich kaputt“, betonte Schulz wiederholt.

von Patricia Grähling

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