Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Ebsdorfergrund möbelt Ortseingänge auf

Ebsdorf Ebsdorfergrund möbelt Ortseingänge auf

Einladende „Hingucker“ statt abschreckender Monotonie: Die Orte der selbsternannten Sonnenscheingemeinde sollen strahlen, und das schon am Ortseingang. Zum Beispiel in Ebsdorf.

Voriger Artikel
Platz wird geflutet - von Licht
Nächster Artikel
„Die Aufgabe liegt in guten Händen“

Nicht sehr einladend wirkt der Ortseingang von Ebsdorf derzeit. Das soll sich ändern.Foto: Ina Tannert

Ebsdorfergrund. Den Dörfern im Ebsdorfer Grund geht es an den Kragen beziehungsweise an die teils tristen Eingangbereiche. Viele der elf Ortschaften der Gemeinde bieten einen nicht gerade einladenden Anblick für Passanten, die jeden Tag zahlreich besonders durch die zentral gelegenen Dörfer fahren.

Triste Hauptstraßen, fade und abgenutzte Baustruktur, unansehnliche Wege oder störende Schilderwälder laden nicht gerade zum Verweilen ein. Dies will die Gemeinde ändern und plant die Auffrischung der Ortschaften. Der erste Eindruck zählt: „Ortseingänge können Visitenkarten der Dörfer sein, viele sind es jedoch nicht“, so Bürgermeister Andreas Schulz bei einem Ortstermin in Ebsdorf.

Kleiner oder größerer Handlungsbedarf bestehe an verschiedenen Orten. So wird demnächst der reparaturbedürftige Gehweg an der Ebsdorfer Hauptstraße am Ortsausgang in Richtung Hachborn instand gesetzt.

Der Untergrund ist an mehreren Stellen eingesunken, die Umrandung der Alleebäume auf dem Weg nimmt viel Platz weg, was unter anderem Passanten mit Gehhilfen oder Kinderwagen behindert. Daher wird der Bereich begradigt und bis zum Ortsschild erweitert, sobald die Witterung die Bauarbeiten zulässt. Zudem sollen die beiden Verkehrsmittelinseln auf der Zufahrtsstraße gepflegt und mit frischer Signalfarbe aufgepeppt werden.

Daneben hat die Gemeinde weitere Pläne für Ebsdorf: Das brachliegende Gelände des Mehrzweckplatzes auf der gegenüberliegenden Seite des Gehweges wird zurzeit aufgeräumt, ein Großteil des Buschwerks entfernt und das gesamte Areal bauplanerisch überarbeitet.

Möglich wäre dort der Bau eines neuen Gewerbestandortes, in dem sich das örtliche Fitnessstudio mitsamt Eiscafé oder ähnlichem ansiedeln könnte, so die Idee. Im Moment laufen Gespräche mit einem möglichen Investor, so Schulz.

Auch eine repräsentative Bebauung der angrenzenden Weide gegenüber der Raiffeisenbank täte der Ortseingangssituation gut, so Schulz. Ebsdorf habe durch seine günstige Lage, gute Infrastruktur und Gewerbevielfalt eine große wirtschaftliche Bedeutung und hohes Potenzial. Die gesamte Landesstraße soll als Zentrum für Handel, Handwerk und Gewerbe erhalten und ausgeweitet werden.

Aber auch andere Dörfer in der Gemeinde sollen, je nach Bedarf, von der Verschönerungsaktion profitieren. Einige wurden bereits aufgepeppt, bei anderen ist eine Überarbeitung in Planung.

In diesem Jahr soll auch der provisorische Kreisverkehrsplatz in Heskem, das „Tor zum Ebsdorfergrund“, wie Schulz sagt, fertig werden. Das Innere des Kreisels wird verkehrstechnisch und optisch komplett neu hergerichtet, höher gelegt und teilweise begrünt.

Die mangelnde Verkehrssicherheit, die dort durch unzureichende Wasserführung besteht und damit bei nassem Wetter für Aquaplaning-Gefahr sorgt, wird ebenfalls behoben. Das groß angelegte Projekt kostet rund 250000 Euro. Pünktlich zum nächsten autofreien Sonntag Mitte September sollte alles fertig sein.

von Ina Tannert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Südkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr