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Durchschnittsalter im Vorstand gesenkt

Feuerwehrverein Durchschnittsalter im Vorstand gesenkt

Zwei Amtsinhaber in einem Vereinsvorstand, beide unter 22 Jahre alt – das ist schon etwas außergewöhnlich für einen Feuerwehrverein. Mit Stolz begrüßte die Wolfshäuser Wehr das „frische Blut“ in der Vereinsführung.

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Der neue, verjüngte Vorstand des Feuerwehrvereins Wolfshausen: Jugendfeuerwehrwart Andreas Lotz (von links), Beisitzer Andreas Mergenthal, Vorsitzender Horst Pfingst, Stellvertreter Stefan Bierau, Schriftführer Guido Wege, Beisitzer Niklas Happel, Kassenwart Uwe Sauer und Wehrführer Rolf Dörr.

Quelle: Ina Tannert

Wolfshausen. Langfristiger Führungswechsel in der Feuerwehr – während zwei neue junge Mitglieder das Durchschnittsalter im Vorstand um einiges senken, kündigte der Vereinsvorsitzende seine letzte Wahlperiode an. Seit zehn Jahren bekleidet Horst Pfingst das Amt des Vereinsvorsitzenden. Während der vergangenen Jahreshauptversammlung wurde er wiedergewählt – allerdings „zum dritten und letzten Mal“. Danach „ist dann Schluss“, machte das Vereinsoberhaupt deutlich. Nach insgesamt 15 Jahren „ist beim nächsten Mal der Nachwuchs dran“, stellte er an die jüngeren Vereinsmitglieder gewandt klar. Und die verstanden den deutlichen Hinweis.

Zwei junge Männer erklärten sich schnell bereit, schon jetzt den Vorstand zu unterstützen, im eher von erfahrenen Mitgliedern geführten Vereinsleben in der Regel keine Selbstverständlichkeit. Direkt als stellvertretender Vorsitzender wurde Stefan Bierau mit breiter Zustimmung in die Vereinsführung gewählt. Der 21-Jährige hat bereits Erfahrung in der Vorstandarbeit aus anderen Vereinen, „ich möchte auch hier etwas beisteuern, vielleicht neue Impulse geben und mehr junge Leute erreichen“, erklärte Bierau. Er übernahm sein neues Amt von Achim Schuchardt, der sich nicht mehr zur Wiederwahl stellte und das „junge Blut im Vorstand“ sehr begrüßte.

Auch Beisitzer Claus Bingel kündigte an, für die kommende Wahlperiode auszusetzen, „dieses Mal nicht“. An seine Stelle trat Niklas Happel, mit 18 Jahren das jüngste Mitglied. „Wir haben den Vorstand kräftig verjüngt, das macht Hoffnung auf die Zukunft“, lobte der Vereinschef die Wahl der Mitglieder. Es sei „in jedermanns Interesse“, dass regelmäßig neue, junge Leute „das Heft übernehmen“ und die Vereinsführung mit neuen Ideen und frischem Denken aufpeppen.
Insgesamt besteht der Verein aus 74 Mitgliedern, davon 19 aktive Einsatzkräfte. Diese rückten im vergangenen Jahr sechs Mal aus, zu drei Bränden sowie drei technischen Hilfsleistungen, berichtete Wehrführer Rolf Dörr.

Einsatzkräfte kritisieren Verhalten der Autofahrer  

Kritik von den freiwilligen Brandschützern gab es dabei für manch andere Verkehrsteilnehmer: Anfang des Jahres wurden die Einsatzkräfte zu einem Unfall gerufen, bei dem ein Lkw auf der vereisten Bundesstraße von der Fahrbahn abgekommen war. Einen weiteren Lkw-Fahrer barg die Wehr einige Monate später aus seinem Fahrzeug, der Mann erlitt am Steuer einen Herzinfarkt, konnte das schwere Gefährt gerade noch zum Stehen bringen. Beide Male fiel den Rettungskräften auf, dass andere Verkehrsteilnehmer eine notwendige Umsicht vermissen ließen, „ungebremst“ an dem Unfall und den Rettungskräften vorbeirasten.

„Keiner hat sich daran gestört oder hat ausreichend gebremst“, kritisierte Dörr das gefährliche Verhalten der Autofahrer. Als Orts-Feuerwehr von Wolfshausen direkt neben der Bundesstraße hat die Abteilung bereits so einige Erfahrung mit Einsätzen auf der Schnellstraße. Dass andere Autofahrer bedenklich unbeeindruckt an einem Unfall vorbeirasen, sei der Wehr nicht zum ersten Mal aufgefallen, appellierte Dörr an die Einhaltung einer gegebenen Sorgfaltspflicht aller Verkehrsteilnehmer.

Für 40-jährige Mitgliedschaft im Feuerwehrverein wurde  Heinrich Wenz geehrt.

von Ina Tannert

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