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Durchgangsstraße erhält neues Gesicht

Aufwertung der Hirtenwiesenstraße Durchgangsstraße erhält neues Gesicht

Im Zuge der Dorferneuerung steht die Hirtenwiesenstraße, in der sich auch das Bürgerhaus befindet, im Fokus. Damit es dort richtig schön wird, ­bringen sich die Anlieger mit 100000 Euro ein.

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Bürgermeister Andreas Schulz vor dem Bürgerhaus und der Mehrzweckhalle in Wittelsberg.
Die Hirtenwiesenstraße wird an dieser Stelle den Charakter eines Vorplatzes bekommen.

Quelle: Martina Becker

Wittelsberg. Die Hirtenwiesenstraße ist schnurgerade, rund einen halben Kilometer lang und in die Jahre gekommen. „In vielen Sitzungen des Arbeitskreises Dorferneuerung sowie drei Anliegerversammlungen wurde jetzt der Weg für das größte Straßenbauprojekt in Wittelsberg nach dem Bau der Ortsumgehung beschlossen“, berichtete Bürgermeister Andreas Schulz bei der Vorstellung der geplanten Einzelheiten.

Eine straßenübergreifende Gestaltung und eine „Halballee“ sollen am Ende für ein ganz neues Straßenbild sorgen. Auch die Gemeindegremien gaben bereits grünes Licht dafür. Im Frühjahr 2015 soll Baubeginn sein. Gestartet wird unter der Erde.

Der Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke (ZMW) wird in kompletter Länge die Wasserleitung und den einen oder anderen Hausanschluss erneuern. Das Breitbandkabel  liegt bereits und die Stadtwerke überlegten noch, ob sie ihre Gasleitung verlängern, so Schulz.

Danach ist die Straße dran. Der Bereiche vor der Mehrzweckhalle und dem Bürgerhaus soll sich in einen einladenden Platz verwandeln. Das Trennende der Straße wird aufgehoben und die Aufenthaltsfunktion für die geplante Seniorenbegegnungsstätte im Bürgerhaus gestärkt.

Gestaltungselemente sind Pflastersteine in hellen Anthrazittönen und unterschiedlichen Größen.

In den vergangenen Jahren wurden bereits fünf Einmündungs- und Kreuzungsbereiche der Straße in Herbstlaubfarben gepflastert. Das wird nun mit den Gehwegen fortgesetzt. „Das Besondere daran ist, dass sich die fünfundzwanzig Anlieger bereiterklärt haben, das Pflaster in Eigenleistung zu verlegen“, sagte Schulz.

Damit ist die Gestaltung aber noch nicht zu Ende. Ein halbseitiger, zwei Meter breiter Parkstreifen auf der nördlichen Seite wird dafür sorgen, dass die zurzeit 6,5 Meter breite Straße ihren Charakter als „innerörtliche Autobahn“ verliert. Dieser wiederum wird von Silberahorn gesäumt sein, womit eine Halballee entsteht. Und weil nach all diesen Maßnahmen immer noch vier Teilabschnitte verblieben, in denen der Zustand der Straße sehr schlecht ist und eine nachhaltige Sanierung angeraten ist, schlossen laut Schulz alle Anlieger mit der Gemeinde eine Vereinbarung.

In zwei Raten werden sie 65000 Euro zahlen, womit sie die Hälfte der Kosten für die grundhafte Erneuerung dieser Teilabschnitte tragen. „Obwohl es in der Gemeinde keine Straßenbeitragssatzung gibt, wurde durch die Kraft der Argumente von den Bürgerinnen und Bürgern so entschieden“, freut sich der Bürgermeister. Er schätze die freiwillige Selbstbeteiligung der Anlieger auf über 100000 Euro, inklusive der ersparten Verlegearbeiten für das Gehwegpflaster. Auf bis zu 1,5 Millionen Euro veranschlagte der Verwaltungschef die Gesamtkosten für die Umfeldgestaltung und den Umbau des Bürgerhauses zur zentralen Seniorenbegegnungsstätte für alle Senioren aus dem Grund.

von Martina Becker

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