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Duftende Kräuter und Saatbomben

Pflanzenmarkt Sichertshausen Duftende Kräuter und Saatbomben

Die Gartensaison läuft langsam an. Der Pflanzenmarkt in Sichertshausen war daher wieder ein Besuchermagnet: Hunderte Besucher kauften Gemüsesetzlinge, bunte Blumen für den Garten und kleine Bäumchen.

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Zwischen Salat- und Tomatensetzlingen, duftenden Kräutern und bunten Blumen für Garten und Balkon drängten sich die Besucher beim traditionellen Pflanzenmarkt in Sichertshausen.

Quelle: Patricia Grähling

Sichertshausen. Nur der frühe Vogel fängt den Wurm, beziehungsweise die besten Setzlinge. Beim Pflanzenmarkt in Sichertshausen herrschte deshalb gleich zur Eröffnung großer Andrang. Hunderte Besucher drängten sich an den rund 25 Ständen, die sich zwischen den Fachwerkhäusern und Scheunen entlang durch die Ortsmitte zogen.

Die meisten hatten einen großen Einkaufskorb dabei, der sich schnell mit Salaten, Tomaten oder Kräutern füllte. Andere kamen sogar mit kleinen Rollwagen, auf denen sie Kisten mit ihren neuen Errungenschaften stapelten. Mit Kennermienen begutachteten sie jeden einzelnen Setzling, bevor sie sich entschieden, welche Pflanze mit in den heimischen Garten oder das Gewächshaus ziehen durfte.

Wertvolle Tipps zu Salaten und Tomatenpflanzen

Die Auswahl fiel nicht immer leicht: Verschiedene Tomatensorten und eine noch größere Auswahl an Salaten gab es an einem der Stände. Hier halfen die Anbieter nach und gaben den Käufern wertvolle Tipps mit auf den Weg.

Fachgespräche entwickelten sich auch an einem Stand, der eine riesige Auswahl an Kräutern bot. An den Ständen fanden sich auch verschiedene Obst- und Zierbäume. Für das Auge gab es vor allem etwas bei den Anbietern, die farbenfroh blühende Blumen in ihren Auslagen stehen hatten. Hier fiel es so manchem Besucher schwer, sich die passende Farbe für den heimischen Balkon auszusuchen.

Längst gibt es auf dem schon traditionellen Pflanzenmarkt in Sichertshausen nicht mehr nur Pflanzen: Es fanden sich auch viele andere Waren, zum Beispiel Kräuterliköre oder von Hand geflochtene Körbe, die darin eingepflanzte Blumen erst richtig zur Geltung bringen. Aber auch bei den handgedrechselten Tellern und Schalen aus Holz drängten sich die Besucher ebenso wie bei dem Geschirr aus Ton.

Kinder bastelten Saatbomben aus Tonerde

Auch für die Kinder gab es einiges zu sehen. Und wer nicht mit über den Markt gehen wollte, der konnte unter Aufsicht eine Saatbombe herstellen. Das sind kleine Kugeln aus Tonerde. Darin befindet sich Saatgut – trocken und dunkel gelagert, fängt es darin nicht an auszutreiben. Wer sie irgendwo draußen hinlegt oder wirft, der muss nur auf den nächsten Regen warten. Dann fängt das Saatgut an auszutreiben.

Die Keimlinge durchbrechen den Mantel aus Ton und fangen an zu blühen. Die Saatbomben werden etwa beim Guerilla-Gardening eingesetzt. Dabei wurden ursprünglich nachts von Unbekannten Saatbomben auf nicht sehr schöne, oft öffentliche Flächen in Städten geworfen, um ihnen ein paar
bunte Farbtupfer zu verleihen.

von Patricia Grähling

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