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Drogen-Prozess im Eilverfahren

Aus dem Gericht Drogen-Prozess im Eilverfahren

Auch weil der Täter vollumfänglich geständig war, konnte der Prozess wegen Drogenbesitzes und Drogenhandel im Eilverfahren abgeschlossen werden.

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Mildes Urteil in einem Prozess mit umfänglich geständigem Täter wegen Drogenbesitz und Handel.

Quelle: dpa

Südkreis. Einem 23-Jährigen aus dem Südkreis wurde von der Staatsanwaltschaft beim Marburger Amtsgericht vorgeworfen, zweimal Drogen erworben zu haben und in einem Falle mit Drogen, in nicht unerheblichen Mengen, gehandelt zu haben. Es waren wohl Deals unter Freunden, so stellte sich heraus, wobei der Hauptangeklagte Freund des Beschuldigten bereits verurteilt ist, und viele der Sachverhalte somit offenkundig und nicht mehr zu leugnen sind.

Zweimal habe der Angeklagte bei dem dealenden Freund Haschisch in geringen Mengen für den Eigenbedarf gekauft, so die erste Anklage. Der Beschuldigte hatte zwar zu Beginn des Prozesses geleugnet, überhaupt Drogen konsumiert zu haben, räumte jedoch später ein, dass er damals als Selbstständiger Probleme mit seiner Firma hatte und deswegen zu einem Rauschmittel gegriffen habe.

Angeklagter hat bereits drei Vorstrafen

Den zweiten Anklagepunkt, seine Funktion als Dealer beschrieb er wie folgt: Ein Bekannter hätte damals 200 Gramm Haschisch kurzfristig unterbringen müssen und da sei ihm der Drogenhandel seines Freundes in den Sinn gekommen. Er habe ihn angerufen und sich dann um alles Weitere gekümmert. Der Angeklagte selbst habe nichts bezahlt und auch nichts an der Vermittlung verdient.

Staatsanwalt Dr. Kurt Sippel verwies auf drei Vorstrafen des Angeklagten, die allesamt im Zusammenhang mit der Insolvenz seiner Firma stünden, versicherte der Angeklagte Handwerker. Die Firma sei inzwischen geschlossen. Er arbeite derzeit noch als Aushilfskraft in dem Gastronomiebetrieb seines Onkels und stehe kurz vor einer Festanstellung.

Sechs Monate und zwei Wochen auf Bewährung

Bei dem Strafmaß für den geständigen Angeklagten kam die Staatsanwaltschaft auf sechs Monate und zwei Wochen Haft, die gegen Ableistung von 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt würde. Verteidigerin Ulrike Ristau erklärte sich mit dem Strafmaß einverstanden, gab allerdings zu bedenken, dass ihr Mandant bei einem Ganztagsjob in der Gastronomie keine Zeit für die Arbeitsstunden haben würde und schlug deswegen eine Geldstrafe vor.

Dem kam Richter Dominik Best als Vorsitzender des Schöffengerichts nach und setzte die Haftstrafe gegen die Zahlung von 500 Euro an „Die Fleckenbühler“ in monatlichen Raten von 25 Euro zur Bewährung aus.

von Heinz-Dieter Henkel

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