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Drei neue Baugebiete kommen

Wachstum im Ebsdorfer Grund Drei neue Baugebiete kommen

In Ebsdorfergrund werden die Bagger rollen, wenn die Verfahren zur Ausweisung von Bauland abgeschlossen sind. In Ebsdorf sind die Vorbereitungen am weitesten.

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Ebsdorf mit seinem von Fachwerkhäusern dominierten Ortskern bekommt Zuwachs: Die Gemeinde weist ein neues Baugebiet aus.

Quelle: Thorsten Richter

Dreihausen. Die Gemeindevertretung Ebsdorfergrund befasste sich in ihrer jüngsten Sitzung mit der Ausweisung von neuen Bauplätzen in der Gemeinde. Für das Neubaugebiet in Ebsdorf fasste das Parlament bereits vor einem Jahr den Beschluss zur Änderung des Flächennutzungsplanes für das Gebiet Frohwein-Büchner und machte diese Entscheidung mit einem weiteren Beschluss nunmehr komplett.

In Heskem soll indes ein Generationenpark als neues Wohngebiet entstehen (die OP berichtete). Das Parlament beschloss bei fünf Enthaltungen und einer Gegenstimme den vorhabenbezogenen Aufstellungsbeschluss. Kritik zu dem Projekt kam aus den Reihen der Grünen. „Aus unserer Sicht werfen sich diesbezüglich viele Fragen auf“, sagte Irene Soltwedel-Schäfer. „Was ist das? Wer bezahlt das? Wer baut das?“

Roswitha Stahringer-Brandenstein von der SPD-Fraktion war überzeugt von dem Vorhaben. Im Ortsbeirat sei ausführlich über das Projekt berichtet worden sei - es habe durchweg Zustimmung gefunden, so die Parlamentarierin. „Wer dem Aufstellungsbeschluss nicht zustimmt, will das Projekt nicht“, betonte Bürgermeister Andreas Schulz mehrfach und warb für den Generationenpark, der ein „Leuchtturmprojekt“ sei. Die Fragen könnten alle erst im Zuge der Bebauungsplanung beantwortet werden.

Einstimmig und ohne Aussprache fassten die Parlamentarier den Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet „Schöne Aussicht“ in Dreihausen. Dort sollen auf einer Fläche von 15000 Quadratmetern fünfzehn neue Bauplätze für Ein- und Mehrfamilienhäuser entstehen. Das Parlament möge den Gemeindevorstand beauftragen, mit der Planung des Gewerbegebietes in Heskem an der künftigen Ortsumgehung zu beginnen. Dies beantragte die Fraktion der ÜBE/FWG - die Gemeindevertreter folgten geschlossen diesem Antrag.

Die Fraktion der Grünen plädierte dafür, die Einladungen zur Gemeindevertretersitzung per E-Mail zu verschicken. Diesen Antrag verwies das Parlament einstimmig an den Haupt- und Finanzausschuss.

Thorsten Reinhardt von der CDU-Fraktion kritisierte, dass das von der Breitbandgesellschaft versprochene schnelle Internet nicht in jedem Haushalt verfügbar sei. Bürgermeister Schulz erklärte, dass die Telekom vertraglich nur zu einer 95-prozentigen Versorgung verpflichtet worden sei. Es könne sein, dass der eine oder andere gerade zu den fünf unversorgten Prozent gehöre. Schulz betonte, dass die Erfassung jedes unversorgten Haushalts wichtig sei, um nachprüfen zu können, ob die 95 Prozent eingehalten wurden.

In einer „Kleinen Anfrage“ erkundigte sich die CDU-Fraktion nach den Kosten, die der Gemeinde durch die Region Marburger Land entstünden. Schulz erklärte, dass sich die bestehende Region um die Städte Stadtallendorf und Neustadt sowie die Gemeinde Lohra erweitert habe (die OP berichtete). Die Kosten für Ebsdorfergrund beliefen sich auf jährlich 3130 Euro. Das sei ein vergleichsweise kleiner Betrag, denn der „Grund“ habe in den vergangenen Jahren das meiste Geld aus den Fördertöpfen der Region geholt, so der Bürgermeister.

Wie es mit dem Betreuungsangebot in den Kindergärten aussieht, wollte die CDU-Fraktion ebenfalls wissen. In der Gemeinde fänden nicht nur alle Kinder einen Platz - es könnten auch, bis auf zwei Ausnahmen, alle Ortswünsche berücksichtigt werden, informierte Schulz.

Zu Beginn des Kindergartenjahres 2015/2016 werden 32 Plätze unbelegt sein. Daher wird in Dreihausen eine Gruppe bis Oktober geschlossen, um Räume zu renovieren.

Eine Bedarfsabfrage der Gemeinde bei den Eltern ergab, dass 36 der 43 angefragten Eltern ihre Kinder in einen gemeindlichen oder kirchlichen Kindergarten geben wollen, teilte Schulz mit. Zwei Eltern hatten sich für den Waldkindergarten entschieden und weitere zwei Kinder besuchen eine Einrichtung außerhalb der Gemeinde. Insgesamt lagen der Gemeinde 40 Rückmeldungen vor.

von Martina Becker

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